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Corona: Erster Fall im Rathaus in Emmerich

Mitarbeiterin erkrankt : Erste Infektion im Emmericher Rathaus

Eine Mitarbeiterin aus Rees ist erkrankt, ihre vier Kollegen sind in Quarantäne geschickt worden. Besuche im Krankenhaus sind jetzt untersagt. Das Spital erklärt, wann ein Corona-Abstrich gemacht wird und wann nicht.

Im Emmericher Rathaus gibt es den ersten Corona-Fall. Eine Mitarbeiterin aus dem Fachbereich Bauen/Immobilien ist erkrankt. Vier Kollegen, mit denen sie Kontakt hatte, sind nach Hause in Quarantäne geschickt worden. Die Frau arbeitet in einem Büro, das nicht unmittelbar im Rathaus liegt.

Das hat Stadtsprecher Tim Terhorst am Mittwoch bestätigt.

„Die Mitarbeiterin ist in einem Bereich tätig, in dem es keinen Kundenverkehr gibt“, so Terhorst. Sie sei bereits einige Tage mit Erkältungserscheinungen zuhause geblieben, dann für einen Tag an die Arbeit zurückgekehrt. Danach sei die Infektion ärztlich erkannt worden. Der Fall ist seit Dienstagabend im Rathaus bekannt.

Die Frau arbeitet zwar im Emmericher Rathaus, wohnt aber nicht in Emmerich. Ihren Wohnort wollte der Stadtsprecher nicht mitteilen. Nach Informationen der Rheinischen Post kommt die Mitarbeiterin aus Rees.

Im Rathaus haben bereits vor der Erkrankung weitgehende Umorganisationen stattgefunden. Die Arbeit wird auf einen Schichtbetrieb umgestellt, so dass sich die einzelnen Fachbereiche möglichst nicht begegnen. So soll Kontakt möglichst vermieden werden.

Es gibt zudem eine wichtige Mitteilung aus dem Emmericher Krankenhaus.

Wegen der Einschränkungen und Risiken durch Covid-19 und um die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen, ist das St. Willibrord-Spital ab sofort bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Ausgenommen sind Angehörige von schwerstkranken Patienten. Auch in begründeten Einzelfällen, über die auf den Stationen entschieden wird, sind Besuche weiterhin möglich.

Das Spital hat zudem zu einer Diskussion bei Facebook Stellung bezogen, in der sich eine Frau darüber beklagte, ihre Familie und ein weiteres Ehepaar seien in Emmerich nicht auf das Virus getestet worden, obwohl es angeblich genügend Verdachtsmomente gegeben habe.

Das Krankenhaus schreibt: „Abstriche auf Corona werden im Sonderaufnahmeraum des St. Willibrord-Spitals nach den klaren Indikatoren des Robert-Koch-Instituts (RKI) vorgenommen, die ausnahmslos erfüllt sein müssen; der Fragebogen des Krankenhauses ist danach aufgebaut und wird bei Bedarf den aktuellen Änderungen seitens des RKI angepasst.“

Grundsätzlich gelte: Krankenhäuser sind im Gesundheitssystem nicht für die ambulante Versorgung zuständig, also auch nicht für Abstriche von Bürgern, die fürchten, sich mit Corona infiziert zu haben. „Dies wäre auch deshalb gar nicht möglich, weil die Ressourcen im Krankenhaus begrenzt sind, ebenso die Kapazitäten der Test-Labore“, so das Willibrord-Spital in einer entsprechenden Mitteilung.

Erster Ansprechpartner ist immer der Hausarzt, gegebenenfalls auch das Gesundheitsamt des Kreises Kleve, das regelmäßig Pressemitteilungen zu Corona veröffentlicht.

Weitere Infos unter www.kreis-kleve.de/de/fachbereich5/coronavirus/ oder unter der Adresse www.rki.de