Emmerich: Convent baut auf eigene Fachkräfte

Emmerich: Convent baut auf eigene Fachkräfte

77 Betriebe im IHK-Bereich Duisburg, Wesel und Kleve öffneten gestern am "Tag der Berufsfelder" ihre Türen für Schülergruppen. Ab August sollen bei Convent zwei Auszubildende pro Jahr für die Lagerlogistik ausgebildet werden.

Staunend schaut Marvin Schüller zu, wie im Lager des Logistikdienstleisters Convent mit einem Gabelstapler ein großes Paket aus luftiger Höhe von 8,50 Meter von einem Regal herausgehoben wird. "Damit zu fahren würde mir auch gefallen", meinte der 14-jährige Schüler. Interessiert hörte er zu, was eine Fachkraft für Lagerlogistik noch so alles zu tun hat.

77 Betriebe im IHK-Bereich Duisburg, Wesel und Kleve öffneten am Dienstag, dem ersten "Tag der Berufsfelder", ihre Türen für Schülergruppen, um ihnen unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen.

Diesen Aktionstag führt die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer im Rahmen der Landesinitiative "Kein Anschluss ohne Abschluss" durch.

"Ziel der Initiative ist es, dass jeder Achtklässler in NRW mindestens drei Ausbildungsberufe näher kennenlernen soll", erklärte Robert Schweizog von der IHK, der das Projekt begleitet.

In Emmerich machten die Firmen Probat, wo 20 Schüler des Willibrord-Gymnasiums verschiedene Berufsfelder kennen lernten, und das Unternehmen "Convent" mit.

Dort wurde die "Fachkraft für Lagerlogistik" vorgestellt. Zehn Schüler der Europa-Hauptschule waren mit ihrem Klassenlehrer Jürgen Ott gekommen. Für die Ausbildung reiche ein Hauptschulabschluss, sagte Convent-Geschäftsführerin Susanne Convent-Schramm. "Viele kennen den Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik nicht. Wir haben uns gerne an dieser Aktion beteiligt, weil es uns auch wichtig ist, eigene Fachkräfte auszubilden", so Convent-Schramm.

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Ab August 2016 sollen zwei Auszubildende pro Jahr als Fachkraft für Lagerlogistik ausgebildet werden. "Das Unternehmen wächst zusehends, da ist es gut, wenn man auf eigene Fachkräfte bauen kann." Nachdem die Schüler einiges über Convent erfahren hatten und auch etwas über die Verwendung der Kunststoffgranulate, unter anderem für Kleidung, Spielzeug, CDs oder medizinische Geräte, durften sie mit praktischen Übungen selber einiges ausprobieren.

So wurden Kartons gepackt, weil die verschiedenen Kunststoffgranulate teilweise auch in einzelnen Abpackungen verschickt werden, aber es werden auch ganze LKWs gefüllt. Hier durften die Schüler mal die Warenkontrolle übernehmen, nachschauen, ob Chargennummern übereinstimmen, Menge und Material richtig sind. Vorher durften sie schätzen, wie viele Granulate in eine Musterdose passen. Antwort: 30000.

Marvin Schramm lag mit 15.000 am nächsten.

Zusammengestellt hat das Programm für den Aktionstag der ehemalige Auszubildende Matthias Krüss, der auch Rede und Antwort stand.

Der 24-Jährige beendete seine Ausbildung im Sommer und wird im Herbst die Meisterschule besuchen - ein gelungenes Beispiel für die Ausbildung eigener Fachkräfte. Unterstützt wurde er vom Ausbildungsleiter Uwe Schuurman.

(RP)
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