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CDU will Radwegenetz in den Außenbereichen von Rees verbessern

Mobilitätswende : CDU will besseres Radwegenetz

Die Reeser CDU möchte den Ausbau der Radwege in den Außenbereichen vorantreiben. Dabei soll auch geprüft werden, ob neue Radwege bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen von Landesstraßen gebaut werden können.

Seit über zehn Jahren hat es Rees Schwarz auf Weiß: Sie ist eine „fahrradfreundliche Stadt“. Dieses Prädikat, nicht ganz unwichtig, wenn man um Tages- beziehungsweise Radfahrtouristen buhlen will, bekam Rees im Jahr 2008 sogar als erste Stadt im Kreis Kleve verliehen. Etliche andere sind dem Beispiel gefolgt. Auch bei den zwischenzeitlich durchgeführten Umfragen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) kam Rees bei Radlern immer gut weg. Im vergangenen Jahr belegte die Stadt in ihrer Kategorie sogar den landesweiten Spitzenplatz.

Doch ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn am Radwegenetz in Rees kommt auch immer wieder Kritik auf. Vor allem in den Außenbereichen gibt es Straßen, die für Radfahrer gefährlich sind, weil dort die Autos schnell fahren dürfen, während es gleichzeitig gar keine Radwege gibt. Das Problem: Weil es sich dabei oftmals um Landesstraßen handelt, kann die Stadt dort selbst keine Radwege bauen und das Land erachtet sie offenbar nicht für zwingend notwendig.

Die Reeser CDU möchte daran etwas ändern. Sie hat jetzt einen Antrag gestellt, der helfen soll, das Radwegenetz zu verbessern. Demnach soll die Stadtverwaltung prüfen, in wie weit die Möglichkeit besteht, bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen von Landes- und Gemeindestraßen gerade im Außenbereich derzeit noch fehlende Radwege neu zu errichten.

Konkret hat die CDU dabei die Abschnitte der Wertherbrucher Straße, der Halderner Straße, der Isselburger Straße, der Anholter Straße/Millinger Straße sowie der Wardstraße im Blick, an denen ein Radweg bis heute nicht vorhanden beziehungsweise noch nicht realisiert ist. Neben einer Auflistung der möglichen Radwegstrecken soll die Verwaltung zudem untersuchen, welche Maßnahmen durch Rat und Verwaltung in den nächsten Jahren ergriffen werden können, um den Ausbau des Radwegenetzes im Außenbereich voranzutreiben.

Wie CDU-Fraktionschef Dieter Karczewski begründet, sei der Antrag vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Verkehrswende zu sehen, bei der dem Radverkehr gerade am unteren Niederrhein eine immer entscheidendere Rolle zukomme. Karczewski: „Die jüngsten Diskussionen im Rat im Zuge der Haushaltsberatungen haben dies sehr deutlich gezeigt. Lastenfahrräder und E-Bikes werden auch bei der Reeser Bevölkerung immer beliebter.“ Doch während es in der Reeser Innenstadt und den Ortsteilen schon eine recht gute verkehrstechnische Anbindung in Sachen Radwegenetz gäbe, hinke Rees in den Außenbereichen der Stadt, insbesondere bei den Bauernschaften, noch stark hinterher. „Die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger müssen zumeist über sanierungsbedürftige Landes- und Kreisstraßen ihren Weg mit dem Rad zurücklegen. Da viele vor dieser gefährlichen und beschwerlichen Situation zurückschrecken, wollen wir mit Hilfe des Ausbaus des Radwegnetzes im Außenbereich den Schritt hin zu einer besseren und einfacheren Mobilität ermöglichen“, schreibt Karczewski.

Um bei zu erwartenden Sanierungsmaßnahmen von Kreis- und Landesstraßen direkt die Erschließung eines parallel verlaufenden Radweges zu gewährleisten, sollten die Stadtverwaltung und der Rat der Stadt Rees bereits heute aktiv werden und ermitteln, in welchen Bereichen noch Bedarf und Realisierungsmöglichkeiten für weitere Radwege bestehen.

Die CDU-Fraktion wünscht den Beschluss eines gemeinsamen Aktionsplans, der die genannten Strecken im Stadtgebiet dabei besonders im Fokus hat. Entlang dieser Strecken würden zum einen noch vorhandenen Lücken im Radwegenetz schließen und zum anderen die daran grenzenden Bauernschaften radverkehrstechnisch sicher und besser anbinden. Ob und in wie weit hier Abstimmungen und Klärungen bereits heute mit den Baulastträgern der Straßen getroffen werden können, soll durch die Stadtverwaltung herausgearbeitet werden.

Karczewski: „Sinn und Zweck dieses Antrags ist die Stärkung der Fahrradmobilität der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und die Erhöhung der Verkehrssicherheit der Radfahrer bei uns in Rees.“