Emmerich: CDU und SPD sprechen sich für Neumarkt-Pläne aus

Emmerich : CDU und SPD sprechen sich für Neumarkt-Pläne aus

Pikant: Stand gestern Abend hat die EBG einem Grundstückstausch über 19 Quadratmeter noch nicht zugestimmt.

Mit den Stimmen von CDU und SPD hat der Ausschuss für Stadtentwicklung gestern Abend die Offenlage zur Änderung des Flächennutzungsplanes sowie zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes am Neumarkt für zwei von drei Bereichen beschlossen.

Der dritte Bereich betrifft den sogenannten Durchstich zur 1a-Lage Kaßstraße, der erst später zu klären ist. Die anderen beiden Bebauungspläne befassen sich mit dem geplanten Neubau und dem Umfeld des Gebäudes.

Pikant: Stand gestern Abend hat die Emmericher Baugenossenschaft (EBG) dem Grundstückstausch über 19 Quadratmeter noch nicht zugestimmt (wir berichteten), den Investor Josef Schoofs für seine Pläne benötigt. Der Vorschlag, auf den Grünstreifen zwischen den beiden Parkplatzreihen zu verzichten und somit das Gebäude zu verschieben, scheint nicht im Interesse der Stadt zu sein. Der EBG ist ein weiterer Vorschlag unterbreitet worden. Spätestens bis zum Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes, so betonte der Erste Beigeordnete Dr. Stefan Wachs, müsse das Problem gelöst sein. Entweder die EGB stimmt dem Tausch zu oder Investor Schoofs muss umplanen. Läuft alles glatt, könnte eine wirksame Baugenehmigung im April 2017 vorliegen, wie Jochen Kemkes, Leiter des Fachbereiches Stadtentwicklung, darlegte.

Vor allem der BGE war die ungeklärte Frage mit der EBG gar nicht recht. Sie lehnt die Offenlage zum jetzigen Zeitpunkt ab: "Sollten CDU und SPD das jetzt so beschließen, dann werden sie es bei der nächsten Wahl zu spüren bekommen", trieb es André Spiertz auf die Spitze.

Auch Herbert Kaiser (Grüne) konnte nur mit dem Kopf schütteln, wie man ein fremdes Grundstück einfach so überplanen könne: "Unmöglich!" Gerd Bartels (BGE) schlug vor, nochmal einen Ortstermin einzuberufen und den Beschluss der Offenlage zu verschieben. CDU und SPD waren der Meinung, man könne den Ortstermin machen und trotzdem die Offenlage beschließen, weil das Problem eben erst bis zum Satzungsbeschluss geklärt sein muss. Damit hatte sich für Bartels der Sinn des Ortstermines erledigt.

Zur Erinnerung: In dem Neubau sollen Medimax, Discounter Penny, eine Frische Arena, ein Bekleidungsgeschäft, die Caritas-Sozialstation und Wohnungen entstehen. Zudem Parkplätze im Freien und in der Tiefgarage.

(mavi)
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