Emmerich: CDU rüttelt am Schienenbonus der Bahn

Emmerich : CDU rüttelt am Schienenbonus der Bahn

Die Emmericher CDU macht sich Hoffnungen, für die Anwohner der Betuwe-Linie verschärften Lärmschutz durchzudrücken. Sie will den so genannten Schienenbonus der Bahn kippen.

Beim Schienenbonus setzt der Gesetzgeber den angenommenen Lärmpegel für Geräuschpegelgrenzwerte beim Schienenverkehr um fünf Dezibel geringer an als beim Straßenverkehr. Für die Bahn ist das eine komfortable Regelung. Aber sie scheint verhandelbar zu sein. Das ist jedenfalls jetzt im Badischen geschehen, wo die Anwohner gegen vergleichbare Ausbaupläne der Bahn auf die Barrikaden gegangen sind. Und gesiegt haben.

Im Großraum Freiburg hatten sich tausende Anlieger mit Einwenden im Planfeststellungsverfahren gegen die Pläne der Bahn ge-stemmt, in Städten und Ortschaften die Gleise zu erweiterten. Das Verfahren befand sich damals in einer Phase, die mit der in Emmerich vergleichbar ist. Auch hier bei uns stellt die Bahn gerade vor, was sie auf der Betuwe-Strecke plant.

In Baden hat die Bürgerinitiative erreicht, dass die Bahn um 64 Millionen Euro aufsatteln muss. Die Hälfte der Summe soll das Land Baden-Württemberg tragen. Dafür gibt es unter anderem mehr Lärmschutzwände und Lärmbekämpfung direkt an den Gleisen. Wert legt die Freiburger Initiative darauf, dass der Erfolg durch ein gemeinsames Vorgehen der gesamten Region möglich gewesen sei. Die Emmericher CDU will die Sache daher vorantreiben. Wenn auch der Niederrhein fordert, dass der Bonus gestrichen wird, könnte das für die Menschen mehr Ruhe bedeuten.

(RP/rl)