Carsten Linnemann besucht Emmerich

Bundesprominenz beim Hüthum-Tag der CDU : Leiharbeit: Linnemann will mit Laschet reden

Er habe selten eine Veranstaltung erlebt, die so gut vorbereitet war, lobte  Carsten Linnemann den Hüthumer „CDU-Tag“. Das sei ein tolles Format mit dem Gespräch beim Bürgermeister und dem Treffen mit den Bürgern.

„Hüthum wird mir in bester Erinnerung bleiben.“

Seit 35 Jahren findet dieser Tag statt, die Idee dazu hatte Helmut Arntzen. Jedes Mal stand ein hochkarätiger Politiker Rede und Antwort. Am Donnerstag besuchte  Carsten Linnemann, Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU und seit 2018 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, die Rheinstadt.

Am Morgen sprach er mit Peter Hinze, dem Bundestagsabgeordneten Stefan Rouenhoff, Landrat Wolfgang Spreen und CDU-Politikern über Themen aus der Region. Hinze schilderte die Problematik der Leiharbeiter, die in den Niederlanden arbeiten und in Emmerich unter teils schlimmen Verhältnissen in Wohnungen leben, die die Leiharbeitsfirmen anmieten, was zu Lärm-, Abfall- und Nachbarschaftsproblemen führe.

Dr. Stefan Wachs erklärte, dass die Leiharbeiter in den Niederlanden nur in zertifizierten Wohnungen untergebracht werden dürfen, deshalb mieten die Firmen hier Wohnraum an. Gesetze mit ähnlichen Anforderungen an Größe und Ausstattung der Wohnungen wie in Holland würden die Situation erleichtern.

Er werde mit Armin Laschet und Ina Scharrenbach über diese Problematik im Grenzbereich sprechen, sagte Linnemann.

Weitere Themen waren die Hafenerweiterung, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Logistik-Bereich und die Betuwe. „Ein immens langsamer Prozess“, sagte Rouenhoff.

Um die Mittagszeit traf Dr. Linnemann mit 80 Bürgern und Kommunalpolitikern im Landgasthof Borghees zusammen. „Ich bin wieder fit“, begrüßte er die Gäste. „Ich habe 48 Stunden lang den Aufstieg vom FC Paderborn gefeiert, dessen Vizepräsident ich bin.“

Er habe Emmerich ein bisschen kennen gelernt: den Bahnhof – ohne Aufzug, wie ihm auffiel, als er mit dem Zug kam - die Promenade und den Hafen nachts um 23 Uhr auf der Suche nach einem Hotel.

 Linnemann sprach über die rasanten Veränderungen für die Menschen: „Die Welt ist zu einem Dorf geworden.“ Die Entwicklung gehe immer schneller, Begegnungen laufen oftmals digital ab. Deshalb mache er regelmäßig Hausbesuche. „Wenn ich mit den Leuten am Küchentisch sitze, dann reden sie ganz anders mit mir.“

(moha)
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