Isselburg: Carbanje macht Feuerwehr Hoffnung

Isselburg : Carbanje macht Feuerwehr Hoffnung

Isselburgs Bürgermeister bezeichnet Hängepartie ums Feuerwehrgerätehaus als "nicht tragbar".

Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Isselburg bescherte den Anwesenden im gut gefüllten Gerätehaus der Feuerwehr gesellige Stunden mit emotionsgeladenen Reden. Nach der Begrüßung durch Stadtbrandmeister Markus Berning wurde der Jahresbericht für das Jahr 2017 verlesen. 83 Einsätze hatte die Feuerwehr zu bewältigen.

Darunter waren Verkehrsunfälle, Sturmeinsätze, Tierrettungen und natürlich Löschaktionen. Die Kameraden bewältigten außerdem Instandhaltungsaufgaben und waren bei diversen Fort- und Weiterbildungen. Als ein besonderes und auch trauriges Ereignis musste die Bergung von vier Arbeitern im Kieswerk Isselburg im vergangenen November genannt werden. Nicht nur technisch war das eine Herausforderung, sondern auch die Seele hatte dabei gelitten.

Markus Berning durfte danach seine Sicht der Gesamtsituation darstellen. Neben Lob für seine Kameraden und die Politik, appellierte er dabei an den anwesenden Isselburger Bürgermeister Michael Carbanje, sich "auf der Verwaltungsebene für uns einsetzen". Er forderte einen neuen Einsatzwagen sowie eine Lösung für das Gerätehaus, das bereits seit gut zehn Jahren gebaut werden soll. Bisher war der Bau aber immer wieder verhindert worden.

Berning durfte sich freuen: Bürgermeister Carbanje ging ebenfalls auf notwendige Investitionen und besonders auf das neue Gerätehaus ein. Die momentane Situation sei nicht tragbar und er wolle es nicht verantworten müssen, sollte einem Kameraden etwas zustoßen, war sein besorgter Kommentar. Auch angesichts der anderen vielfältigen Risiken, der sich die Feuerwehrmänner immer wieder freiwillig aussetzen, dankte er ihnen "von ganzem Herzen und aus tiefer innerer Überzeugung".

Kreisbrandmeister Johannes Thesing sowie Vertreter der Fraktionen von CDU, SPD und Grünen thematisierten ebenfalls den Neubau des Gerätehauses. Alle Parteien seien daran interessiert, die Sicherheit der Bürger und letztlich auch der Feuerwehrmänner zu gewährleisten. Kreisbrandmeister Thesing sprach zudem die Rettungsaktion im Kieswerk an. Er habe "Hochachtung vor allen, die da mitgewirkt haben". Vor allem die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Kreis sei lobenswert und habe sich, nicht nur in dieser Situation, bewiesen.

(jmw)