Emmerich BürgerGemeinschaft warnt vor Riesen-Logistiker in der Kaserne

Emmerich · Bürgermeister Diks zuversichtlich: Ansiedlung kann rasch entschieden werden. BGE warnt vor den Dimensionen: Zwei Drittel der Fläche weg.

 "Heuschrecken-Szenario" nennt die BGE ihre Grafik. Deutlich werden soll, das zwei Drittel der Kasernenfläche für ein Logistik-Unternehmen wären.

"Heuschrecken-Szenario" nennt die BGE ihre Grafik. Deutlich werden soll, das zwei Drittel der Kasernenfläche für ein Logistik-Unternehmen wären.

Foto: NN

Die Emmericher BGE warnt vor den enormen Dimensionen, die eine mögliche Ansiedlung eines Logistikunternehmens auf dem alten Kasernengelände zur Folge haben könnte.

Bekanntlich ist Bürgermeister Johannes Diks optistisch, dass eine solche Ansiedlung gelingt. Auf dem jüngsten Neujahrsempfang der Stadt Emmerich hat er sich entsprechend geäußert. Zwei Interessenten soll es geben.

Die Sache sei kurzfristig entscheidbar. Wie berichtet, steht mit der "React" GmbH aus Düsseldorf ein Käufer für das Kasernengelände bereit. Das Unternehmen könnte die Fläche an einen Logistiker weiter verkaufen. Der Flächenbedarf soll zwischen 200 000 und 200 000 Quadratmetern liegen. Zum Vergleich: Die Kaserne selbst hat 320 000 Quadratmeter. Ein weiterer Vergleich: Die Bremer Lagerhausgesellschaft (BLG) verfügt über eine Hallenfläche von 80 000 Quadratmetern.

Die BGE schreibt nun: "Die neuesten, von Bürgermeister Johannes Diks anlässlich seiner Rede beim Neujahrsempfang dargelegten Pläne bezüglich der möglichen weiteren Nutzung der Kaserne haben uns veranlasst am, Beispiel der BLG Emmerich eine Visualisierung möglicher Pläne eines Großlogistikers für das ehemalige Kasernengelände vorzunehmen."

Wie im Bild zu erkennen ist, hat die BGE den Grundriss der Kaserne mit einer Lagerhalle überzogen, um klar zu machen, dass die meiste Fläche der Kaserne an das Logistikunternehmen ginge.

Die BGE dazu: "Selbst unter positiver Berücksichtigung von in größerer Zahl entstehender Arbeitsplätze, ist eine derartige Zersiedlung einer ,Premiumfläche' in unmittelbarer Waldnähe und Wohnbebauung aus Sicht der BürgerGemeinschaft-Emmerich undenkbar. Außerdem haben wir noch keinerlei Kenntnisse über die Qualität der entstehenden Arbeitsplätze , weder hinsichtlich der Tätigkeiten noch der Entlohnung."

Im Übrigen, so die BGE, spreche auch der städtebauliche Rahmenplan für die Nachnutzung des Kasernengeländes aus dem Jahre 2008 sowie die Konzeptvorstellung der Firma " React" im Dezember 2012 im Rat eine völlig andere Sprache.

Die BGE: "Wir erinnern in diesem Zusammenhang an den ,Promenaden-Pavillon', der auch erst durch eine 1:1-Darstellung unmöglich gemacht wurde, nämlich dann dann, als seine wirklichen Ausmaße sichtbar wurden."

(RP/rl)