Buch des Geschichtsvereins Emmerich über Religiosität am Niederrhein

Religiosität am Niederrhein : „Glaubenssachen“ auf 160 Seiten

Der Geschichtsverein hat ein Buch über Religiosität am Niederrhein veröffentlicht.

Der Emmericher Geschichtsverein hat ein neues Buch herausgebracht: Unter dem Titel „Glaubenssachen“ widmen sich sieben Autoren auf rund 160 Seiten verschiedenen Gesichtspunkten zum Thema Religion und Religiosität am Niederrhein.

Es ist Band 49 der Beiträge zur Geschichte der Stadt Emmerich. Neben sechs Vorträgen, die im Rahmen einer Tagung des Vereins in Stapelfeld entstanden sind, findet sich auch ein Beitrag des früheren Redakteurs Norbert Kohnen über die Schulzeit des Reformators Bullinger in Emmerich. Auch von Wolfgang Urbach ist ein Vortrag abgedruckt. Schon zu Studienzeiten hatte der ehemalige Lehrer sich in seiner Staatsarbeit mit „konfessionellen Auseinandersetzungen im Herzogtum Kleve“ auseinandergesetzt. Nun ging es um den Protestantismus in Preußen.

Derweil hatte Pfarrer Jan Heiner Schneider sich mit dem Judentum am Niederrhein befasst. Wichtig sei ihm dabei gewesen, nicht rückwärtsgewandt zu arbeiten. „Mich interessierte die Frage, vor welchen Zukunftsaufgaben sie stehen“, erklärte er.

Der pesionierte Lehrer Henrik Wirz ist in seinem Beitrag dem Frühhumanismus auf der Spur. Es sei „von Emmerich aus ein Funke ausgehend“, erläuterte er seine Forschung, bei der das Emmericher Gymnasium im Mittelpunkt steht. Bernhard Lensing hat sich mit den Freimaurern am Niederrhein befasst. Seine Nachforschungen führten den gebürtigen Hüthumer zu interessanten Erkenntnissen: „Dabei habe ich auch festgestellt, dass einige meiner Vorfahren Freimaurer waren“, erzählte er begeistert. Er selbst sei allerdings keiner.

700 Exemplare umfasst die Auflage des Buches. Die 600 Mitglieder des Emmericher Geschichtsvereins bekommen es kostenfrei, alle anderen können es für zehn Euro im Buchhandel erwerben. In den letzten 40 Jahren hat der Verein mehr als 50 Bücher herausgegeben, das nächste steht schon in den Startlöchern: Zum Jahresende wird die Forschung des Vereins über den Stadteil Klein-Netterden veröffentlicht.

(meko)