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Emmerich: Brücke: Kleve knipst Licht an

Emmerich : Brücke: Kleve knipst Licht an

Emmerichs Bürgermeister will die Rheinbrücke wieder beleuchtet sehen. Sein Pendant Theo Brauer hat bereits Zustimmung signalisiert. Jetzt soll die Klever Wirtschaft bei dem 236 000-Euro-Projekt mit anpacken.

Ende August wird Johannes Diks nach Kleve kommen. Emmerichs Bürgermeister erhofft sich bei der Vorstellung des Projektes "Beleuchtung der Rheinbrücke" Unterstützung aus der Schwanenstadt. Bei großen Firmen und Verbänden will er mehrfach für das 268 000 Euro teure Projekt werben, das in Emmerich bereits angeschoben worden ist.

Wunsch beider Stadtoberhäupter ist es, dass die beiden Hauptträger (Pylone) der Brücke sowie später der Unterbau wieder zum Blickfang werden. "Dass uns Theo Brauer dabei helfen will, finde ich ganz prima", so Diks gestern zur RP. Ein entsprechendes Treffen in der Kreisstadt habe es bereits gegeben. Wobei Kleves erster Bürger großes Interesse gezeigt habe. "Schließlich gehört die Brücke irgendwie halb zu Emmerich und halb zu Kleve", so Diks weiter.

Nicht aus dem Stadtsäckel

Problem: Beide Städte sind finanziell nicht in der Lage, das touristische Highlight aus dem Stadtsäckel zu stemmen. Die Lage ist jeweils mau.

Daher ist auf Emmericher Seite vom Verein "Stadtbild", der sich um die Beleuchtung markanter Punkte der Innenstadt zu deren Verschönerung kümmert, bereits ein Sponsorenmodell auf die Beine gestellt worden.

Und zwar für Unternehmen, aber auch für Privatleute.

Firmen sind ab 2000 Euro mit im Boot. Bei 10 000 Euro winkt der Titel "Hauptsponsor". Nach oben hin ist natürlich keine Grenze gesetzt, gibt Diks schmunzelnd zu. Für ihr finanzielles Engagement erhalten die Firmen im Gegenzug die Nennung ihres Namens auf einer große Stele, die auf der Rheinpromenade aufgestellt werden soll. Sympathiewerbung pur also. Hier könne sich auch Privatleute verewigen — ab 300 Euro.

Das einfache Prinzip dahinter: Je größer die Spende, desto größer der Namenszug.

Ein Konzept, das in Emmerich zu funktionieren scheint. In einem ersten Schritt soll die Finanzierung der Pylonen angegangen werden. Hier sind sich Diks und Brouwer einig: "2011 soll die Realisierung beginnen." 68 000 Euro sind dafür fällig. Den Emmericher Anteil hat Diks, der auch Vorsitzender des Vereins "Stadtbild" ist, bereits gesammelt. Unter anderem aus Spenden der Wirtschaft.

Nun erhoffen sich die beiden Stadtoberhäupter einen ähnlichen Effekt auf der linken Rheinseite. Dafür wird Diks — wohl in Begleitung von Brauer — tingeln gehen.

Und zwar möglichst so erfolgreich, dass auch der Unterbau der Brücke — die Traverse — irgendwann wieder in vollem Glanze erstrahlt. Weitere 168 000 Euro sind dafür veranschlagt worden. Die Genehmigungen für die Beleuchtung hat Diks längst in der Tasche.

(RP)