Brand in Emmerich : Bewohner nach Brand ohne Zuhause

Nach einem Küchenbrand ist das Haus an der Straße Am Brink vorerst nicht mehr bewohnbar. 18 Personen sind betroffen, verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Auch ein Chinchilla konnte gerettet werden.

Am Sonntag um 23.33 Uhr wurden der Löschzug Stadt und die Löschgruppe Hüthum der Feuerwehr Emmerich zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Straße Am Brink gerufen. Vor dem Eintreffen der Feuerwehr konnte der Rettungsdienst bereits die Rückmeldung abgeben, dass sich niemand mehr in dem Gebäude befand, alle 18 Personen waren im Freien auf dem Bürgersteig der gegenüberliegenden Straßenseite. Eine Asthmatikerin wurde aufgrund von Atembeschwerden vom Rettungsdienst zur Behandlung in das Krankenhaus gefahren.

Die Feuerwehr stellte rasch fest, dass die Küche einer Wohnung im Erdgeschoss komplett brannte. Die Flammen schlugen aus dem Küchenfenster, so dass die Gefahr bestand, dass die darüber liegende Wohnung im ersten Obergeschoss ebenfalls Feuer fangen könnte.

Zur Brandbekämpfung wurden zwei Trupps eingesetzt. Ein Angriffstrupp im Inneren griff zur direkten Bekämpfung des Brandes und ein Trupp im Außenangriff an der Gebäuderückseite zur Verhinderung einer Brandausbreitung in das erste Obergeschoss an.

Ein weiterer Trupp wurde im Gebäudeinneren eingesetzt, um die Fenster der Wohnungen in den oberen Geschossen zu schließen, über diese war in den ersten Minuten des Brandes sehr viel Brandrauch in die Wohnungen gelangt. Aus der Brandwohnung konnte ein Chinchilla gerettet werden, teilten die Behörden mit. Der Küchenbrand war gegen Mitternacht unter Kontrolle, nach den Nachlöscharbeiten und der Kontrolle auf Brandnester war gegen 0.15 Uhr alles sicher. Die Bewohner des Hauses wurden in der Zwischenzeit in Zusammenarbeit mit dem Notarzt, dem St.-Willibrord-Krankenhaus und dem Ordnungsamt der Stadt Emmerich in die Cafeteria des Krankenhauses gebracht und dort vom Rettungsdienst und dem Krankenhauspersonal betreut.

 Nach den Lüftungsmaßnahmen der Feuerwehr wurde erkennbar, dass die Brandwohnung bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar ist und in die anderen Wohnungen viel Rauchgas gezogen war. Deshalb wurde die Entscheidung getroffen, dass die Bewohner den Rest der Nacht nicht in den Wohnungen verbringen und diese erst nach weiterer Durchlüftung am Montag wieder betreten dürfen.

Eine Unterbringung der Personen bei Verwandten sowie in Zimmern des Krankenhauses oder in Hotels wurde durch das Ordnungsamt der Stadt Emmerich organisiert.

Gegen 1.10 Uhr wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben. Zur Brandursache siehe Infobox zu diesem Artikel.

(hg)
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