Borussia in Emmerich feiert ihr Schützenfest

Emmerichs Schützen : Borussia feiert und improvisiert

Die Schützen mussten für ihr Antreten vom Alter Markt auf die Stadtplatte umziehen. Der Böllerschuss läutete das Schützenfest ein. Königsschießen am Abend erst um 19 Uhr.

Der Montag stand ganz im Zeichen des 172. Schützenfest der Schützengesellschaft Borussia. Traditionsgemäß treten die Schützen am Wochenbeginn normalerweise am „Alter Markt“ an und die Stadtgarde macht durch einen Kanonenschuss lautstark auf dieses Event aufmerksam. Aufgrund einer Baustelle wurde die Veranstaltung an die Rheinpromenade verlegt. „Ich freue mich, dass alle den Weg zur Stadtplatte gefunden haben“, begrüßte Oberst Albert Mosterts seine Kameraden hoch zu Ross. „Die Borussia kann nicht nur Tradition und Feiern, sie kann auch improvisieren.“ Und Major Alfred Weicht meinte nach dem Aufstellen: „Neuer Ort – aber funktioniert.“

Platzwechsel wegen einer Baustelle: Die Schützen traten an der Stadtplatte an. Foto: Monika Hartjes

Zahlreiche Zuschauer schauten sich das Geschehen an, darunter eine Gruppe von 17 Kindern aus der „gelben Gruppe“ des Kindergartens Polderbusch. „Viele Väter unserer Kinder sind ebenfalls Schützen“, erzählte Sandra Spiertz, die die Gruppe mit Chiara Kaal betreute.

Nach dem feierlichen Einmarsch des Bataillons und der Musikkapellen durch das Krantor folgten die Majestäten und Brudermeister verschiedener Schützenvereine – vorneweg das Borussia-Schützenpaar Marita Daams und Michael Wulf mit Bert Gricksch, Direktor der Borussia. Die Majestäten versammelten sich auf der Terrasse der Gaststätte „Onder de Poort“.

Auf der Stadtplatte fanden verschiedene Ehrungen und Beförderungen statt, die das Königspaar vornahm. Karl Jansen wurde zum Zugführer des 13. Zuges ernannt, Siggi Peters und Jenne Jansen zum Hauptmann befördert. „Über unseren Bäckermeister Jenne brauche ich nicht viel zu sagen. Deine Stimme kennt in Emmerich jeder“, sagte Albert Mosterts. Außerdem wurden die Jubilare geehrt. Danach hieß es „Ohren zuhalten“, denn Ulf Schubert von der Stadtgarde feuerte die Kanone über den Rhein ab. 410 Gramm Schwarzpulver werden hier verschossen. „Diese Kanone kann vorne und hinten geladen werden. Sie stammt etwa aus dem Jahre 1870“, erzählte Schubert.

Anschließend zogen die Borussia-Schützen durch die Stadt – einige Majestäten wurden in einer Kutsche und einem Rolls Royce gefahren - bis zum Kapaunenberg, wo um Mittag das Preisschießen auf den Vogel begann. Die Krone der Gäste schoss Willi van Dillen herunter. Vor dem Mittagessen gab es weitere Ehrungen, die die Borussia-Schützen mit ihrer Hymne „Wir halten fest und treu zusammen, hipp, hipp, hurra, Borussia“ feierten.

Bereits am Freitag begann die Einstimmung auf das Schützenfest mit einer Fahrradtour. Während die Damen sich danach mit der amtierenden Kaiserin und den ehemaligen Königinnen in der Societät trafen, veranstalteten die Herren das Pokalschießen der ehemaligen Majestäten, hier war Gregor Walter vom 12. Zug erfolgreich. Am Sonntag fand das Kinderfest statt mit dem Vogelschießen für Jungen und Mädchen von zwölf bis 16 Jahre. Jungschützenkönig wurde Maximilian Fisser.

Das Schießen um die Königswürde war am Montag für 19 Uhr geplant. Der Königsball auf dem Kapaunenberg findet am Samstag, 13. Juli, statt.

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