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Emmerich: Bombensuche jetzt bei Katjes

Emmerich : Bombensuche jetzt bei Katjes

Entwarnung am Großen Wall: Hier konnte kein Sprengkörper gefunden werden. Stattdessen suchen die Experten nun am alten Betriebsgelände an der Wassenbergstraße. Dort könnten gleich drei Bomben im Boden liegen.

Die Anwohner am Großen Wall/Agnetenstraße können wieder ruhig schlafen. Denn am frühen Donnerstagnachmittag gab es von der Stadt offiziell Entwarnung. Die Möglichkeit, dass hier eine Bombe vor den anstehenden Kanalarbeiten entschärft werden muss, bewahrheitete sich nicht.

Aufatmen auch bei den nahe gelegenen Betrieben: Die Stadtsparkasse konnte ebenso weiter arbeiten wie KLK (Ex-Uniqema). Am schlimmsten hätte es aber das Krankenhaus getroffen: Insgesamt 200 Patienten hätten evakuiert werden müssen — die Hälfte liegend mit mehreren Dutzend Rettungswagen. Vorsichtshalber waren an diesem Morgen keine größeren Operationen angesetzt, wie die RP erfuhr.

Als am Donnerstagmorgen die Bohrungen am Großen Wall beendet wurden, machte die Stadt aus der Not eine Tugend: Da das Expertenteam schon mal in Emmerich war, wurde die Truppe gleich auf das Katjes-Quartier angesetzt (siehe "info").

An der dortigen Wassenbergstraße ist eine gemischte Fläche für Wohnen und Arbeiten geplant. Doch bevor das Projekt realisiert werden kann, muss auch dort der Boden auf hochexplosive Reste aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht werden.

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Nach Durchsicht der Luftbilder der Alliierten, die der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Düsseldorf gesichtet hat, könnten dort noch drei Blindgänger liegen. Und die versucht die Fachfirma "KMB" aus Magdeburg nun wieder mit demselben Verfahren (Bohrungen plus Sonde) aufzuspüren.

Sollten die Männer fündig werden, droht auch hier eine Evakuierung: Alle Gebäude innerhalb eines Radius von 250 Metern um das Gelände müssten bei einer Entschärfung geräumt werden. Im Umkreis von 500 Metern dürfen die Anwohner ihre Häuser nicht mehr verlassen. Details wird die Stadtverwaltung im Fall eines Falles bekannt geben.

(RP)