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Bombenfund Emmerich: Mögliche Evakuierung droht - Die wichtigsten Fragen​

Emmerich : Mögliche Evakuierung: Das sind die wichtigsten Fragen

Wenn der schlimmste Fall eintritt, müssen am 18. Juli tausende Menschen in der Innenstadt ihre Wohnungen verlassen. Die Stadtverwaltung ist jetzt bereits gut vorbereitet und gibt wichtige Hinweise, was zu tun ist.

Wenn es so kommt, wie zu befürchten ist, wird das wohl eine der aufwändigsten Aktionen der jüngeren Zeit in Emmerichs Innenstadt.

Aus einer Luftbildauswertung existiert ein konkreter Verdacht auf einen Bombenblindgänger auf einem Grundstück im Innenstadtbereich, in der Nähe des Krankenhauses und der Gesamtschule. Aufgrund einer weiteren Untersuchung wurde tatsächlich eine Anomalie festgestellt. Diese wird am Montag, 18 Juli, durch den Kampfmittelräumdienst untersucht.

Sollte sich die Vermutung eines Kampfmittels bestätigen, sind je nach Art und Umfang zwei Szenarien möglich: entweder ist eine vollständige Evakuierung in einem inneren Sicherheitsbereich im Raduis von 250 Metern oder von 500 Metern um den Fundort herum notwendig.

Das bedeutet, dass sich zum Zeitpunkt der Entschärfung keine Person mehr in dem entsprechenden Umkreis aufhalten darf. In einem zusätzlichen äußeren Sicherheitsbereich, der je nach Szenario 500 oder 1000 Meter beträgt, dürfen die Anwohnerinnen und Anwohner ihre Wohnungen nicht verlassen und müssen Fenster und Türen geschlossen halten.

  • Szenario 1: Evakuierung in einem inneren
    Fund in Emmerich : Möglicherweise Bombe im Boden - Evakuierung am 18. Juli droht
  • Die Grafik zeigt den Evakuierungsradius von
    Emmerich : Sollte es eine Bombe sein - Diese Straßen wären am 18. Juli betroffen
  • Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg
    Entschärfung gegen 17.30 abgeschlossen : Bombe in der Weseler Innenstadt entschärft

Die Stadtverwaltung hat schnell reagiert und auf ihrer Homepage bereits eine Reihe von Fragen geklärt, denn im Innenstadtbereich sind mehrere tausend Menschen betroffen.

Was ist im Falle einer Evakuierung zu tun?

Im Falle einer Evakuierung sind Sie verpflichtet ihr Haus/ ihre Wohnung sowie das betroffene Gebiet zu verlassen. Den Anweisungen der Ordnungs-und Rettungsdienste ist hierbei Folge zu leisten, um Gefahren zu vermeiden. Sollten Sie dem nicht nachkommen, ist mit hohen Bußgeldern zu rechnen.

Woher weiß ich, ob mein Haus/ meine Wohnung mit im Evakuierungsbereich liegt?

Die genaue Straßenliste der zu evakuierenden Häuser mit Hausnummern findet sich als Download auf der Homepage der Stadt. Sie finden die Straßen auch im Artikel unten.

Wie viel Zeit bleibt mir, bei einer Evakuierung mein Haus/meine Wohnung, das Geschäftslokal oder die Arztpraxis zu verlassen?

Grundsätzlich sollten Sie den Evakuierungsbereich so schnell wie möglich verlassen. Aufgrund der Betroffenheit des Krankenhauses wird die Evakuierung jedoch mindestens 4 Stunden dauern. Insofern besteht die Möglichkeit, den Arzt- oder Friseurbesuch oder den Einkauf in der angegebenen Zeit noch abzuschließen.

Wo kann ich in der Zeit der Evakuierung unterkommen?

Die Stadt empfiehlt, für den Zeitraum der Evakuierung eine private Unterkunft bei Freunden oder Verwandten zu organisieren. Für Personen, die keine Möglichkeit der privaten Unterbringung haben, stellt die Stadtverwaltung für die Dauer der Evakuierung Unterkünfte zur Verfügung, wo die von der Räumung betroffenen Bürgerinnen und Bürger betreut werden. Diese lauten wie folgt:

Liebfrauenschule (Speelberger Straße 215) = Alle Covid-19-Patienten

Leegmeerschule (Hansastraße 56) = Alle anderen Bürger

In den Unterkünften wird ausschließlich Trinkwasser zur Verfügung gestellt. Lebensmittel müssen durch die Menschen selber mitgebracht werden. Bitte denken Sie auch daran, die wichtigsten Ausweisdokumente sowie notwendige Medikamente mitzunehmen. Sie haben Ihren Säugling/ Ihr Kleinkind dabei? Dann wird gegebenenfalls auch Babynahrung, Kleidung und Beschäftigungsmaterial vonnöten sein. Handy sowie Ladekabel könnten ebenfalls von Vorteil sein.

Shuttle-Service Für Betroffene die kein Fortbewegungsmittel (Auto, Fahrrad etc.) zur Verfügung haben, besteht die Möglichkeit mit Bussen in die jeweiligen Unterbringungsmöglichkeiten gebracht zu werden. Die sogenannten „Aufnahmenpunkte“ befinden sich am Alten Markt und an der alten Rettungswache (Großer Wall 54). Je nach Situation kommen gegebenenfalls noch weitere Aufnahmepunkte im Innenstadtbereich hinzu.

Was mache ich mit meinem Haustier?

Im Regelfall können Sie ihr Haustier in ihrer Wohnung belassen. Sollte es jedoch zu einer Evakuierung kommen, kann diese bis zu mehrere Stunden andauern. In dieser Zeit haben Sie nicht die Möglichkeit, ihr Haus/ ihre Wohnung zu betreten, um ihr Tier zu versorgen. Daher sollte auf jeden Fall sichergestellt werden, dass das Tier auch dann genug Futter und Wasser hätte, wenn sich die Rückkehr ihres Besitzers verzögern sollte. Kann dies nicht gewährleistet werden, empfiehlt die Stadt, das Tier anderweitig unterzubringen oder mitzunehmen.

Haustiere können nicht zu den Notunterkünften (Leegmeerschule oder Liebfrauenschule) mitgenommen werden.

Ich bin pflegebedürftig oder habe eine pflegebedürftige Angehörige/ einen pflegebedürftigen Angehörigen und benötige Hilfe. Wo kann ich mich melden?

Bitte wenden Sie sich frühzeitig mit Ihrem vollständigen Namen, ihrer Anschrift sowie einer genauen Beschreibung des Grades der Behinderung (sind Sie eingeschränkt oder mobil) per E-Mail an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ordnungsbehörde (ordnung@stadt-emmerich.de). So kann die Evakuierung durch die Rettungskräfte sichergestellt werden.Hilfsbedürftige Personen können sich ab Donnerstag, 14. Juli, zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses auch über das Bürgertelefon 02822 / 755-755 melden bzw. gemeldet werden.

Ich bin corona-positiv und in Quarantäne. Was muss ich tun?

Im Falle einer aktuellen Corona-Erkrankung sollten Sie sich ohne Umwege in die für Covid-Patienten eingerichtete Unterkunft in der Liebfrauenschule (Speelberger Straße 215) begeben.

Wann kann ich zurück in meine Wohnung/ mein Haus?

Die Stadt Emmerich am Rhein informiert auf der Website und der offiziellen Facebook-Seite über die Entwicklung sowie die Aufhebung der Evakuierung. Auch über die Nina-App werden Warnungen und Entwarnungen veröffentlicht. Die lokalen Medien (Radio, Zeitung) informieren ebenfalls.

Wo erhalte ich Informationen? Gibt es Ansprechpartner vor Ort?

An verschiedenen Zufahrten zum Sperrgebiet wird Sicherheitspersonal stehen, welches Auskunft geben kann. Während der Evakuierung sind auch Einsatzkräfte im Sperrgebiet unterwegs, die ansprechbar sind.