Rees: Bodo Wißen (SPD) wechselt für NRW nach Brüssel

Rees: Bodo Wißen (SPD) wechselt für NRW nach Brüssel

Der SPD-Politiker Bodo Wißen steht vor einem großen Schritt in seiner Karriere. Der 39-jährige Halderner gibt sein Kreistagsmandat zum 1. Juni zurück und wechselt nach Brüssel. Das gab er Dienstagabend bekannt.

Wißen war fünf Jahre Landtagsabgeordneter und hatte zuletzt als Referent im Landesministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr gearbeitet. Nun zieht er für den Geschäftsbereich von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union. Dort übernimmt er die Leitung des gleichen Fachpolitischen Bereichs: Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr. Er werde ein "Bindeglied zwischen Landesregierung und Landtag und den europäischen Institutionen", so Wißen. "Das ist eine tolle Sache und eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue", sagte er. Er hatte sich auf die Position beworben und hatte schließlich den Zuschlag bekommen.

Zudem soll er Beauftragter des Bundesrates für die "Ratsarbeitsgruppen Verkehrspolitik" werden. Diese bereiten die Ministerratssitzungen der Verkehrsminister der 27 EU-Mitgliedstaaten vor. Der Bundesrat muss seine Ernennung noch beschließen.

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Zunächst wird Bodo Wißen alleine nach Brüssel gehen, seine Familie plant, in der zweiten Jahreshälfte nachzukommen. Den Kontakt in seinen Heimatort Haldern werde er ohnehin weiter pflegen betonte er. Ohnehin ist die Rückkehr absehbar. Die Stelle in Brüssel ist regulär auf drei bis fünf Jahre befristet. Danach wird Wißen voraussichtlich ins Landesministerium zurückkehren.

Er werde ehrenamtlich weiter im SPD-Parteikonvent, im Regionalvorstand Niederrhein und im Kreisvorstand tätig bleiben, so Wißen.

(zel)
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