BGE schlägt einen Bürgerwald für Emmerich vor

Emmerich : Für das Klima: BGE schlägt einen Bürgerwald für Emmerich vor

In Rees gibt es das so ähnlich schon. Und in Praest auch. Hatte bislang aber noch nichts mit dem Klima zu tun.

Die BGE wünscht sich einen „Bürgerwald“ für  Emmerich und stellt für die Haushaltsberatung 2020 einen Antrag. Als Beispielfläche wird ein Teil des Friedhofes in Emmerich genannt. Die Verwaltung soll ein Realisierungskonzept erstellen und dazu geeignete städtische Flächen vorschlagen. Die BGE nennt zur Anschubfinanzierung einen Betrag von 30.000 Euro für 2020.

„In Emmerich am Rhein ist zur Verbesserung des Stadtklimas und der städtischen CO2-Bilanz unter Beteiligung der Bürgerschaft nach dem Beispiel anderer Kommunen (z.B. Stadt Bergkamen) das vermehrte Anpflanzen zusätzlicher Bäume auf städtischen Flächen zu fordern und zu fördern“, heißt es in der Begründung.

Die Bürger hätten dann die Möglichkeit, zu besonderen Anlässen (Geburt, Hochzeit, Tod, etc.) auf verfügbaren Plätzen zu pflanzen. Erfahrungen anderer Städte zeigten, dass ein Bürgerwald eine hohe Akzeptanz genieße.

Ein Beispiel ist auch die Stadt Rees. Seit mehr als 19 Jahren wird den Eltern in Rees ein Baum als kostenloses Willkommensgeschenk der Stadt überreicht. Für Eltern, die keinen eigenen Garten besitzen, werden alternativ auch kleinere Sträucher angeboten. Rund 75 Prozent aller Eltern nehmen das Angebot wahr und lassen sich darüber hinaus von Stadtgärtner Andreas Böing Pflanztipps geben. Und in Emmerich gibt es ebenfalls diese Idee. Seit dem Jahr 2007 verteilt der Heimat- und Verschönerungsverein Praest Geburtenbäume an die Eltern von neugebornenen Praestern.

BGE-Chef Sigmund meint, dass städtische Potenzialflächen online schnell für eine Erstabschätzung zu ermitteln sein. Nach einer Geländebegehung könne die Stadt zuverlässig eine Fläche nennen. Dazu liefert die BGE einen Beispielausschnitt, das den neuen Teil des städtischen Friedhofes zeigt.

(hg)
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