Rees: Betuwe verändert Haldern

Rees : Betuwe verändert Haldern

Durch den Ausbau der Güterstrecke wird sich das Ortsbild verändern. In Haldern wird der Bahnübergang beseitigt und durch eine Unterführung ersetzt. Die Planungen laufen, wie am Donnerstag bei der Infoveranstaltung zu hören war.

Wie sehr den Bürgern das Thema Betuwe unter den Nägeln brennt, wurde am Donnerstag bei der Infoveranstaltung der Bahn bei Tepferdt deutlich. Mehr als 200 Interessenten waren gekommen, denn schließlich wurde es hier zum ersten Mal richtig ernst.

Der Abschnitt Haldern ist der erste zwischen Wesel und Emmerich, der beim Betuwe-Ausbau konkret in die Genehmigung geht. Hier können die Anlieger hautnah erleben, wie ein solches Verfahren abläuft und vor allem, wie sie sich selbst beteiligen können.

Es waren längst nicht nur Halderner im Saal. Manfred Vallee aus Millingen etwa wollte sich allgemein informieren. Ihn interessierten vor allem aktuelle Daten zu Zugzahlen und Lärmschutz.

Über die Planungen informierte Stefan Ventzke, Projektleiter der Bahn für den Ausbau der Strecke. Er hatte sich bereits am Morgen mit Vertretern des Regionalrates in Düsseldorf getroffen. Dort hatte er ausgeführt, dass die Planfeststellung etwa 18 Monate je Abschnitt dauern würde. Für Haldern wäre damit der Baustart frühestens Mitte 2013.

In dem rund 3,6 Kilometer langen Abschnitt wird parallel zur vorhandenen zweigleisigen Strecke ein zusätzliches Gleis gebaut. Der Abschnitt beginnt unmittelbar vor dem heutigen Bahnübergang "Antonieweg".

Auf den ersten 250 Metern führt die Trasse entlang landwirtschaftlicher Flächen, danach liegen die Bahngleise auf einer Länge von 1,5 Kilometern quasi parallel zur Bundesstraße B 8. Daher war zunächst vorgesehen, die B 8 zu verlegen, um Platz für das dritte Gleis zu bekommen.

Doch hier wurde die Trassenplanung geändert. Bis zum Ende der Parallellage mit der B 8 ist das zusätzliche dritte Gleis in Blickrichtung Emmerich auf der rechten Seite vorgesehen. Im Anschluss wechselt das neue Gleis auf die linke Seite der heutigen Strecke. Mit dieser Trassenplanung kann auf eine Verlegung der Bundesstraße B 8 verzichtet werden.

Große Veränderungen werden auf den Bereich Bahnhofsstraße/Feldstraße /Halderner Straße zukommen. Weil der Bahnübergang Bahnhofstraße wegfällt, wird in Höhe Irmgardisweg eine Unterführung für den Verkehr neu gebaut.

Die Wagen fahren dort unter den Gleisen durch, quasi parallel zur Firma Plastic Team und stoßen dann auf die B 8. Da der Bereich im Trog errichtet wird und tiefer liegt, wird der Irmgardisweg abgebunden.

(RP/jul)