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Emmerich: Betuwe: Streckensicherheit wird Chefsache

Emmerich : Betuwe: Streckensicherheit wird Chefsache

Verkehrsminister Michael Groschek, Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Bahnvorstand Ronald Pofalla kommen am Montag zu Gesprächen nach Rees.

Der Aufmarsch der Prominenten könnte kaum größer sein. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek, Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Bahnvorstand Ronald Pofalla eilen am Montag, 13. März, an den Niederrhein. Sie wollen den Durchbruch zum Thema "Streckensicherheit" an der Betuwelinie besprechen - oder zumindest den Stand der Dinge. Der hat sich insofern entwickelt, als dass Wesel neue Bedingungen ausgehandelt hat, dafür aber die Maximalforderungen seiner Feuerwehr abgespeckt hat. In Rees beim sogenannten Informationsgespräch und Meinungsaustausch zum Thema sind auch die Leiter der Feuerwehren Oberhausen und Wesel, Auschrat und Verbeet, als Vertreter des Arbeitskreises Streckensicherheit in der Arbeitsgruppe Betuwe dabei. Gastgeber ist der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers als Vorsitzender der kommunalen Betuwe-AG.

Foto: Andreas Pein/laif

Eine Gesamteinigung in Sachen Sicherheit auf dem Streckenabschnitt von Elten bis Emmerich gibt es nicht. Wie berichtet hatte sich bei der großen Info-Veranstaltung in Voerde erwiesen, dass die Kommunen am Niederrhein als Einzelkämpfer mit der Bahn verhandeln. Anders als in Baden-Württemberg, wo Regierungspräsidium, Landkreise und Kommunen an einem Strang gezogen haben und so weit mehr Maßnahmen bei der Bahn herausgeholt haben als am Niederrhein überhaupt in Sicht sind. Das betrifft auch Hamminkeln. Für die Stadt gilt weiterhin die Forderung nach schienenbegleitenden Rettungswegen, eng ausgelegter Löschwasserversorgung und mehr Zugängen zur Strecke im Notfall.

Bei der Nachbetrachtung der Voerde-Veranstaltung gestern innerhalb der AG Betuwe wurde die Erkenntnis, gemeinsam handeln zu müssen, diskutiert. "Wie wollen zusammenrücken und verstärkt gemeinsam Forderungen durchsetzen", sagte Bürgermeister Bernd Romanski. Dabei wird es um konkrete Maßnahmen gehen, nicht mehr - wie zuletzt in Voerde - um appellierende Stellungnahmen.

Anfang April soll zusammen mit den Bürgerinitiativen eine entsprechende Erklärung verabschiedet werden. Vor dem Hintergrund, dass Geld zur Erfüllung von Maßnahmen durchaus vorhanden ist. "Wir haben jedenfalls eine klare Haltung", sagte Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski.

(RP)