Emmerich: Betuwe: Kommt der Lärmschutz rechtzeitig?

Emmerich : Betuwe: Kommt der Lärmschutz rechtzeitig?

Was den Lärmschutz an der Bahnstrecke im Zuge der Blockverdichtung betrifft, sollten Bürger sich auf Ärger gefasst machen. Politiker und Anwohner fordern zwar vehement, dass erst Lärmschutzwände gebaut werden müssen, dann erst die Blockverdichtung erfolgen dürfe. Ob es so kommt, scheint aber keinesfalls eindeutig.

"Die Blockverdichtung dient dazu, während der Bauzeit des dritten Gleises die notwendigen Kapazitäten auf der Strecke Emmerich — Oberhausen und damit im Korridor Rotterdam — Genua aufrecht zu erhalten", so die Bahn. Lärmschutzmaßnahmen könnten "in Abhängigkeit des Bauablaufplanes" bereits "zu einem frühen Zeitpunkt errichtet werden, soweit sie die späteren Bauarbeiten nicht behindern", so das Unternehmen. Und die Bauarbeiten würden zum Beispiel behindert, indem der Zugang zur Baustelle beeinträchtigt würde.

Auch beim Warten auf die Unter- und Überführungen, die anstelle von Bahnübergängen gebaut werden sollen, müssen die Emmericher wohl einen langen Atem haben. Erst, wenn der Ausbau des dritten Gleises kommt, geht es an die Abschaffung der ebenerdigen Bahnübergänge. Und bislang sind die Maßnahmen zum Ausbau der Betuwe-Linie bekanntlich im Stadium der Planungen.

"Wir hoffen — auch im Interesse der Anwohner — dass erste Planfeststellungsbeschlüsse bereits ab 2014/15 vorliegen", erklärte Bahn-Sprecher Dirk Pohlmann den von der Deutschen Bahn gewünschten Zeitplan: "Ein gültiger Planfeststellungsbeschluss ist Grundlage für die Kreuzungsbauwerke zum Beseitigen der Bahnübergänge." Selbst, wenn alles genehmigt ist, geht es aber nicht direkt los mit den Bauarbeiten: Dann gibt es erst mal Ausschreibungen und alle damit zusammenhängenden Vergabeverfahren.