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Emmerich: Betuwe: Das passiert in Elten

Emmerich : Betuwe: Das passiert in Elten

Wenn das dritte Gleis für die Betuwe durch Elten gelegt wird, baut die Bahn die Übergänge um. Ortsvorsteher Albert Jansen und die Verwaltung stellten die Ideen 80 interessierte Bürgern im Hotel Wanders vor.

Das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 3.3 (Praest und Vrasselt) lief im Frühjahr. Abschnitt 3.4 (Hüthum) soll nach der Sommerpause stattfinden, die Pläne für Abschnitt 3.5 (Elten) werden voraussichtlich Anfang 2013 ausgelegt.

"Es hat lange gedauert, bevor Bahn, Bund und Land ihre Pläne präsentieren können", meinte Ortsvorsteher Albert Jansen. Erst im April sei es endlich zu einem Gespräch mit der Bahn, dem Bundes- und Landesminister gekommen. "Nach langem Ringen haben wir jetzt ein Ergebnis für die drei betroffenen Bahnübergänge in Elten", sagte Jochen Kemkes von der Stadtverwaltung. Wichtig sei, dass hier ein Konsens erzielt worden sei, denn nur dann entstünden der Kommune keine Kosten. Er stellte die drei Lösungen vor.

Emmericher Straße (B8)

Von Hüthum kommend schert die B8 nach links auf eine Wiese aus. Über eine Rampe mit 3,5 bis 3,8 Prozent Steigung führt diese neue B8 — sieben Meter breit mit einseitigem Rad- und Fußweg — über die Gleise und fädelt in Höhe des jetzigen Bahnübergangs wieder in die Emmericher Straße ein. Das alte Viadukt in Richtung Spijk bleibt erhalten, es ist über eine Abbiegespur zu erreichen. Die Gleise werden am Berg entlang geführt.

Lobither Straße

Entgegen den ersten Plänen wird statt einer Über- jetzt eine Unterführung im Bereich des Tennisplatzes gebaut. "Ein Brückenbauwerk wäre über zwölf Meter hoch geworden und hätte das Landschaftsbild verschandelt", so der Erste Beigeordnete Dr. Stefan Wachs. Die Sportanlagen müssen verlegt werden. Die Anbindung der Straße an die B8 erfolgt in einem Kreisverkehr. Die Steigung kann bis zu sechs Prozent betragen, damit das Trogbauwerk möglichst klein gehalten wird, um Kosten zu sparen.

Zevenaarer Straße

Die neue Straße wird parallel zur alten gebaut und mit einem Brückenbauwerk versehen. Der Bindsberger Weg soll über einen Wirtschaftsweg, der ausgebaut wird, erreichbar sein. Während des Baus bleibt die alte Straße erhalten.

Gerade zu der Bergvariante gab es viele Verunsicherungen innerhalb der Bevölkerung. Es bestand Skepsis, "ob der Berg einfach so angebuddelt werden kann".

"Wenn am Berg gegraben wird, wie sieht es mit der Statik aus?", war eine der vorrangigen Fragen. "Diese Frage muss der Landesbetrieb Straßenbau in seinem Planfeststellungsverfahren beantworten", so Wachs. Dann müssten auch die Fragen der Entwässerung und andere technische Gegebenheiten geklärt werden. Die Entwürfe seien erst im Vorplanungsstadium.

(moha)