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Emmerich: Betrug weitet sich aus: Auch Issum betroffen

Emmerich : Betrug weitet sich aus: Auch Issum betroffen

Am Montag beginnt die Verhandlung gegen die ehemalige Angestellte der Emmericher Verwaltung vor dem Amtsgericht. Sie hat bis Ende 2009 im Sozialamt gearbeitet und dort 65 000 Euro unterschlagen.

Doch Emmerich ist nicht die einzige Stadt, die Opfer wurde. Auch die Gemeinde Issum ist betroffen. Die Frau hat dort nach ihrer Tätigkeit in Emmerich einen Job angenommen. Ebenfalls im Sozialamt. Und auch dort hat sie betrogen. 40 000 Euro hat sie auf eigene Konten transferiert.

Die Sache fiel im Juli 2010 auf, nachdem die Angeklagte schon rund ein halbes Jahr im Issumer Sozialamt gearbeitet hatte. Eine Bank hatte den Fall ins Rollen gebracht. Sie erstattete eine Verdachtsanzeige.

Die Angeklagte ist geständig. Ihre "Masche" war raffiniert. In Emmerich durfte sie Einmalzahlungen an Hartz-IV-Empfänger in einer Höhe bis zu 1000 Euro auszahlen, ohne dass der Vorgesetzte das hätte genehmigen müssen. In Issum lag die Summe sogar bei 2000 Euro.

Um an das städtische Geld zu gelangen, bediente sie sich beim Datensatz des Kommunalen Rechenzentrums in Moers, das für viele Städte arbeitet. Dort rief sie bereits eingestellte Fälle auf und trug einen Anspruch auf Einmalzahlung ein. Als Empfängerkonto gab sie ihr eigenes an. Der Kreis Kleve überwies dann das Geld.

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Um Rückbuchungen zu vermeiden, gab sie als leistungsberechtigte Personen fiktive, ihrem Namen ähnliche klingende Personendaten ein.

Die Gemeinde Issum hat ebenso wie die Stadt Emmerich den Betrugsfall nicht öffentlich gemacht.

(RP)