Rees: Beste Aussichten am Millinger Meer

Rees : Beste Aussichten am Millinger Meer

Die Wasserqualität im Naturfreibad ist ausgezeichnet. Das zeigt die Badegewässerkarte, die jährlich veröffentlicht wird. Die Anlage in Millingen gehört zu den Seen mit den besten Bedingungen für Schwimmer. Inzwischen ist das Areal sogar im Winter immer mehr gefragt.

Gestern hatte Lydia Jochim gleich doppelten Grund zur Freunde. Zunächst bestätigte der Badegewässerbericht der Europäischen Kommission dem Millinger Meer eine hervorragende Wasserqualität, dann schien auch noch die Sonne — beste Voraussetzungen für einen entspannten Tag im Naturfreibad. "Natürlich habe ich mich über die Nachricht gefreut. Die Ergebnisse der Behörde zeigen, dass es hier beste Bedingungen zum Schwimmen gibt", freut sich die Betreiberin des Strandcafés am Millinger Meer.

Am 24. April waren die letzten Wasserproben im See genommen worden. Alle Werte waren top und Millingen damit erneut ganz oben in der Kategorie der Badeseen. Das hatte im letzten Jahr auch noch der Kreis Kleve ausdrücklich bestätigt, als es in anderen Seen in Nordrhein-Westfalen Probleme mit den so genannten Cyano-Bakterien gab. Dabei handelt es sich um Blaualgen, die bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen können. Die Behörde hatte in einem Brief an die Stadt mitgeteilt, dass kein Blaualgenwachstum im Millinger Meer zu erkennen sei.

Ideale Bedingungen also für die Schwimmer in Millingen, zumal jetzt auch noch das Wetter mitspielt. Bei der letzten Probe im April hatte die Wassertemperatur noch schattige elf Grad betragen, gestern zeigte das Thermometer im See dann schon 20 Grad.

"Das Wasser hat sich in den letzten Tagen sehr aufgewärmt, es ist angenehm", sagt Lydia Jochim, die selbst freilich kleine Zeit hat, ins Wasser zu gehen. Schließlich ist sie jeden Tag (außer montags) auf dem Gelände und muss dafür sorgen, dass die Gäste auch bewirtet werden. Denn inzwischen hat sich das Strandbad offenbar von einer reinen Natur-Badeanstalt zu einem Ausflugslokal mit Biergarten entwickelt. "Es kommen immer mehr Gäste, die gar nicht schwimmen, sondern die Zeit im Café verbringen wollen", berichtet Lydia Jochim, die im letzten Jahr kräftig investierte, damit das Strandbad auch den ganzen Winter über geöffnet bleiben konnte.

Und diese Entscheidung hat sie bisher nicht betreut. "Der Winter war besser als der Sommer", lacht sie. In den verregneten Sommermonaten seien kaum Gäste gekommen. Das Angebot, im Winter gemütlich im Café am Ofen zu sitzen, hätten dagegen immer mehr Leute wahrgenommen.

Zu Pfingsten gibt es jetzt ein Musikfrühstück auf der Anlage (siehe Info). Auch zur Europameisterschaft ist eine Menge geplant. Das Eröffnungsspiel wird ebenso gezeigt wie die Partien der deutschen Mannschaft.

(RP)
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