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Baubeginn am Feuerwehrgerätehaus Rees

Haushalt : Baubeginn am Feuerwehrgerätehaus

Bis zum Ende des Jahres soll die Erweiterung und Sanierung am Melatenweg abgeschlossen sein. 1,125 Millionen Euro lässt sich die Stadt das Projekt kosten. Am Ende wird es mehr Platz und Mehr Komfort für die Feuerwehr geben.

 Die Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrgerätehauses am Melatenweg hat begonnen und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Für die Maßnahme, die in enger Abstimmung mit dem Löschzug Rees der Freiwilligen Feuerwehr erfolgt, sind im städtischen Haushalt 1,125 Millionen Euro vorgesehen.

Aktuell erhält die 4,50 Meter hohe Fahrzeughalle einen Anbau und somit ein siebtes Tor. Anschließend werden erst die Halle und dann die zweigeschossige Zentrale umfassend saniert.

Diese Luftaufnahme von 1978 zeigt das Feuerwehrgerätehaus am Melatenweg im dritten Jahr nach seiner Einweihung. Foto: stadtarchiv rees

Das Feuerwehrgerätehaus wurde 1975 nach Entwürfen des Mehrhooger Architekten Gerd Stevens gebaut. 2009 und 2010 erhielt die Zentrale im Rahmen des Konjunkturpaketes eine Fassadendämmung, neue Fenster und eine Dachsanierung. Der Innenbereich und die Fahrzeughalle blieben, mit Ausnahme der Tore, unsaniert.

Inzwischen ist die Rettungswache des Kreises Kleve, die viele Jahre lang im Reeser Feuerwehrgerätehaus untergebracht war, in ein neues Gebäude an der Rauhen Straße umgezogen. Die frei gewordenen Stellplätze am Melatenweg wurden von der Freiwilligen Feuerwehr umgenutzt. Dennoch stehen die vorhandenen Fahrzeuge, Anhänger, Geräte und das Boot in der Fahrzeughalle beengt und teilweise in zweiter Reihe, so dass es im Einsatzfall zu Zeitverzögerungen kommen kann. Ein seitlicher Anbau soll nun Abhilfe schaffen. Hinter dem siebten Tor wird künftig der Gerätelogistikwagen, der allen Löschzügen zur Verfügung steht, mitsamt der Ausrüstung stehen. Ein in die Fahrzeughalle eingebauter Raum wurde bislang als Werkstatt und Heizraum genutzt. Durch eine bessere Anordnung der neuen Heizungslage entsteht ein zusätzlicher Raum, der als Kleiderkammer für alle Löschzüge genutzt wird.

Die Werkstatt bleibt unverändert bestehen. In der Fahrzeughalle wird außerdem eine Abgasabsauganlage installiert. Weil die Fahrzeuge nach den Einsätzen gereinigt werden müssen, soll eine Waschplatte mitsamt Ölabscheider vor dem Hallenanbau entstehen. Dies ist eine Vorgabe der Unteren Wasserbehörde. Hinter dem Gerätehaus wird eine Fläche befestigt, die künftig als Parkfläche genutzt werden kann.

Die zweite Phase der Sanierung konzentriert sich auf die Zentrale. Im Erdgeschoss wird der Umkleidebereich der Herren um 17 Quadratmeter vergrößert, zudem wird ein eigener Umkleidebereich für die Damen geschaffen, der bislang fehlte. Ein weiterer Raum im Erdgeschoss kann von der Jugendfeuerwehr genutzt werden. Der WC-Bereich für Damen und Herren wird straßenseitig neu eingebaut. Dieser ist bei Veranstaltungen auch für Besucher nutzbar. Im Obergeschoss der Zentrale wird ein Aufenthaltsraum für die Mannschaft eingerichtet und der bislang sehr knapp bemessene Küchenbereich vergrößert.

Alle Maßnahmen sind mit kleineren Durchbrüchen und Abbrüchen durchführbar. Neben der Sanitär- und Heizungssanierung sollen auch die Elektrik und die Beleuchtung modernisiert werden. Aufgrund häufig aufgetretener Rohrbrüche wird im Zuge der Sanierung auch gleich das gesamte Leitungssystem erneuert.