Bau der Umgehungsstraße L458n bei Millingen rückt näher

Politik : Bau der Umgehungsstraße rückt näher

Der Neubau der L458n für Millingen nimmt langsam Form an. Am 25. November werden die Pläne im Reeser Bürgerhaus erörtert. Zu der nicht-öffentlichen Veranstaltung sind nur direkt Betroffene eingeladen.

Die Planung für die lang erhoffte Umgehungsstraße für Millingen nimmt jetzt langsam Fahrt auf. Wie die Bezirksregierung Düsseldorf am Dienstag in einem Schreiben mitteilte, wird es in knapp 14 Tagen (am 25. November) einen ersten Erörterungstermin für den Neubau der so genannten L458n in Rees geben.

Wie berichtet, wird für den durch die Bahnstrecke zerschnittenen Ortsteil Millingen schon seit langem eine Umgehungsstraße gewünscht. Sieben Bahnübergänge gibt es alleine im Bereich Millingen und Empel. Sie alle sollen geschlossen werden, wenn die Gütertrasse Betuwe-Linie einmal ausgebaut ist. Die neue, gut 1,2 Kilometer lange Landstraße beginnt und endet mit einem Kreisverkehr an der Schützenwiese und etwa auf Höhe der Firma Vierhaus.

Für die Millinger dabei besonders wichtig: kein bestehender Bahnübergang wird geschlossen, bevor nicht die Umfahrung auf dem neuen Wege möglich ist. Wie die Bezirksregierung am Dienstagnachmittag mitteilte, soll im Zuge der Beseitigung des Bahnübergangs Anholter Straße die L458n neu gebaut werden. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, das im März letzten Jahres eingeleitet wurde, beginnt am Montag, 25. November, der Erörterungstermin mit dem Vorhabenträger, Vertretern von Trägern öffentlicher Belange und Einwendern unter der Regie der Bezirksregierung Düsseldorf.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hatte im März 2018 einen Antrag auf Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der L458n gestellt. Im Rahmen des darauffolgenden Beteiligungsverfahrens haben 25 Träger öffentlicher Belange zu dem Vorhaben Stellungnahmen abgegeben. Zudem wurden 15 private Einwendungen erhoben.

Der Erörterungstermin, den die Bezirksregierung Düsseldorf als Planfeststellungsbehörde durchführt, ist nicht öffentlich. Zugelassen sind nur die unmittelbar an dem Verfahren beteiligten Privatpersonen, Firmen und Behörden, die Einwendungen gegen das Vorhaben erhoben haben sowie sonstige Betroffene und deren Sach- und Rechtsbeistände. Teilnehmer müssen sich an der Einlasskontrolle ausweisen.

Sinn und Zweck der Veranstaltung ist es, neben der nochmals umfassenden Information über das Vorhaben alle für die Entscheidung erheblichen Fakten und Gesichtspunkte zu klären. Den Beteiligten wird Gelegenheit gegeben, ihre bereits schriftlich erhobenen Stellungnahmen zu erläutern und mit dem Vorhabenträger unter Verhandlungsleitung der Bezirksregierung Düsseldorf zu diskutieren.