Emmerich: Bahnhof: Explosionswarnung bis 22.40 Uhr

Emmerich: Bahnhof: Explosionswarnung bis 22.40 Uhr

Höchste Alarmstufe am Dienstagabend am Emmericher Bahnhof: Gegen 19.45 Uhr sperrten zahlreiche Beamte des Bundesgrenzschutzes das komplette Areal ab. Der Grund: Eine Lokführerin hatte während der Fahrt festgestellt, dass ein Kesselwagen ihres Zuges Flüssigkeit verlor.

Sie hielt im Emmericher Bahnhof an. Die Substanz, die aus dem Waggon entwich, heißt Styrol und ist hochexplosiv. Schon eine geringe Wärmeentwicklung reicht aus, um eine Explosion herbeizuführen.

Zum Beispiel eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe. Entsprechend umfangreich waren die Sicherheitsmaßnahmen. Niemand konnte den Bahnhof betreten, der Zugverkehr war lahmgelegt, Rettungssanitäter standen für den schlimmsten Fall bereit.

Feuerwehrleute in Schutzanzügen versuchten bei schweißtreibenden Temperaturen den Stoff zu sichern.

Letzte Messungen nach 22 Uhr ergaben, dass der Stoff am Bahnhof nicht festgestellt werden konnte. Möglicherweise war ein Ventil während der Fahrt undicht geworden. Der Zugverkehr wurde um 22.40 Uhr wieder freigegeben.

(pst/rl)
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