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Emmerich: Bahn legt im Mai die Betuwe-Strecke lahm

Emmerich : Bahn legt im Mai die Betuwe-Strecke lahm

Umstellung auf das elektronische Stellwerk – was dieses technische Verfahren ganz praktisch für Folgen haben kann, erfahren die Fahrgäste vom 4. bis 8. Mai. Zu diesem Termin wird nämlich auf das neue System umgeschaltet. Die Strecke wird dann komplett gesperrt.

Umstellung auf das elektronische Stellwerk — was dieses technische Verfahren ganz praktisch für Folgen haben kann, erfahren die Fahrgäste vom 4. bis 8. Mai. Zu diesem Termin wird nämlich auf das neue System umgeschaltet. Die Strecke wird dann komplett gesperrt.

Die Folge: In diesen Tagen fahren keine Züge zwischen Emmerich und Oberhausen. Alle Fahrgäste müssen auf Busse umsteigen, für die Bahn schon jetzt eine echte logistische Herausforderung. Denn die Schnellbusse werden dann unterschiedliche Linien fahren. Einige direkt Richtung Ruhrgebiet, anderen werden auch die kleineren Bahnhöfe ansteuern. Dazu wird es dann auch einen eigenen Fahrplan geben, der rechtzeitig bekannt gegeben werden soll.

Mit der Umstellung auf das elektronische Stellwerk setzt die Bahn europäischen Standard auf der Strecke um. Der Zugverkehr zwischen Emmerich und Oberhausen wird künftig aus zwei zentralen Stellwerken gesteuert. Einmal aus Duisburg (bis Wesel) und aus Emmerich (bis Wesel).

Die kleineren Stellwerke in Empel und Wesel fallen damit weg. Für die Sicherheit soll sich nichts ändern. "Die Züge werden danach wie jetzt fahren, und es wird auch keinerlei Einschränkungen geben", verspricht Stefan Ventzke, Betuwe-Projektleiter bei der Bahn. Bekanntlich ist die Umstellung auf das elektronische Stellwerk auch verbunden mit der so genannten Blockverdichtung.

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Dieses Verfahren soll dafür sorgen, dass die Abstände zwischen den Zügen kleiner werden. Damit können dann in der gleichen Zeit auch mehr Züge über die Strecke fahren.

Die Betuwe ist allerdings die erste Strecke, bei der eine Blockverdichtung über eine Planfeststellung genehmigt wird — wegen der besonderen Betroffenheit der Bevölkerung. Ende März soll voraussichtlich das Verfahren für die Blockverdichtung eingeleitet werden.

(RP)