Auszeichnung für B&B-Betrieb von Kerstin und Wouter Hofman in Rees

Monteur-Zimmer des Jahres : NRW-Titel für Reeser Unterkunft

Der Bed-and-Breakfast-Betrieb von Kerstin und Wouter Hofman ist Landessieger.

Es ist eine der wenigen Auszeichnungen, die mit Füßen getreten werden darf: die Landessieger-Fußmatte der Internetseite mein-monteurzimmer.de. Eine neunköpfige Fachjury zeichnete jetzt den Bed-and-Breakfast-Betrieb BB+ am Groiner Kirchweg 5 als „Landessieger Nordrhein-Westfalen“ aus. Neben einer Siegerplakette für die Fassade erhielten Kerstin und Wouter Hofman, die ihr Haus mit drei Gästezimmern seit 2008 betreiben, auch die passende Fußmatte als Trophäe.

„Das Bed & Breakfast in Rees punktet mit günstigen Zimmern in ruhiger Lage mit der Möglichkeit einer umfangreichen Verpflegung von Frühstück bis Abendbrot“, heißt es im Urteil der Jury. Und weiter: „Selbst das Fernsehen war schon einmal im BB+ der Familie Hofman für Aufzeichnungen zur Show „Das perfekte Dinner“ zu Gast. Zweckdienlich, preiswert und gemütlich – unser Landessieger 2018 in NRW!“
Für Kerstin und Wouter Hofman kam die Auszeichnung überraschend: „Wir wussten gar nicht, dass unsere Gäste uns für den Preis nominiert hatten.“

Kurz vor Weihnachten kam dann per E-Mail die Nachricht, dass das Internetportal und externe Juroren den Reeser Betrieb zur besten Monteurunterkunft in ganz Nordrhein-Westfalen gewählt hatten. „Monteure machen ungefähr ein Drittel unserer Gästezahlen aus“, erklärt Kerstin Hofman. „Die anderen beiden Drittel sind Fahrrad-Touristen und Gäste, die Freunde oder Angehörige in Rees besuchen. Die kommen meist am Wochenende, wohingegen die Monteure an den Werktagen bei uns wohnen. Das ergänzt sich gut.“

Wouter und Kerstin Hofman wissen, dass die hart arbeitenden Handwerker andere Bedürfnisse haben als die Niederrhein-Touristen: „Die Männer fahren sehr früh zur Arbeit und kommen oft spät wieder zurück. Da schätzen sie unsere Flexibilität, dass sie an Stelle des ausgiebigen Frühstücks lieber ein spätes Abendbrot bekommen.“

Viele Monteure kommen aus den neuen Bundesländern und sind Familienväter. „Wenn sie fünf Tage pro Woche von Frau und Kindern getrennt sind, um am Niederrhein zu arbeiten, freuen sie sich umso mehr, bei uns den Familienanschluss zu finden“, sagt Kerstin Hofman. „Als im Nachbarhaus geheiratet wurde, halfen Monteure aus Eisenhüttenstadt sogar beim Kränzen und fanden diese Tradition, die ihnen vorher unbekannt war, ganz toll.“ Da wundert es nicht, dass im Laufe der Jahre so manche private Freundschaft zu Monteuren entstand und weiterhin gepflegt wird.

(ms)