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Ausstellung von Ellen Buckermann im Schlösschen Borghees in Emmerich

Kultur : „Licht“ – Ausstellung im Schlösschen

Im Schlösschen Borghees wird ab kommenden Sonntag, 3. November, eine Ausstellung mit Malereien von Ellen Buckermann zu sehen sein. Gezeigt werden 63 Werke mit ganz unterschiedlichen Farbwelten.

(tt) Auf dem Sterbebett soll Johann Wolfgang von Goethe noch einmal eine Botschaft an die Nachwelt gerichtet haben. „Mehr Licht!“, sollen die letzten Worte des großen Dichterfürsten gewesen sein. Vermutlich nur ein sorgsam gepflegter Mythos seiner Anhänger. In jedem Fall passend für einen hellen Weltgeist.

Für Ellen Buckermann ist Licht „das große Thema meiner ganzen Schaffenskraft – als Mensch, als Ärztin, als Künstlerin“. Ab kommenden Sonntag, 3. November, zeigt sie 63 ihrer Bilder im Schlösschen Borghees. Die Vernissage zur Ausstellung mit dem gleichsam prägnanten wie mehrdimensionalen Titel „Licht“ beginnt um 11.30 Uhr.

Wie immer gibt es dann auch einen musikalischen Beitrag. Das Klavierduo Amalia Stefania Lina und Mark Kantorvic wird Werke von Beethoven, Grieg, Moszkowski und Fauré zu Gehör bringen.

Die Acryl- und Aquarellmalereien sowie Fotografien von Ellen Buckermann sollen dem so genannten grauen Monat November Farbe geben. Thematisch bleibt die Künstlerin sich treu. Schließlich ermöglicht nur Licht dem Auge auch die Wahrnehmung von Farben. Buckermann bedient sich hier am gesamten Spektrum. Die Farbe steht im Vordergrund, nicht die Form. Die 63-Jährige nutzt im Wesentlichen Acrylfarben, Gouachen und unterschiedliche Trägermaterialien. Die Farben werden dick mit dem Spachtel aufgetragen, mittels einer Rakel schwungvoll in die Leinwand eingearbeitet oder in langen Bahnen über den Untergrund gezogen. „Man darf meine Bilder auch anfassen“, sagt die Künstlerin, die mittlerweile in Köln wohnt.

Ihre Kindheit verbrachte Ellen Buckermann in Rees-Bienen. Schon als Kind wurde sie dabei von den verschiedenen Farbwelten inspiriert. Auch durch ihren Vater Günter, der von Beruf Gärtner war. „Als mein Vater aus dem Krieg kam, wollte er die ganze Welt mit roten Rosen versorgen. Gut, das ist nicht ganz aufgegangen“, so Ellen Buckermann schmunzelnd, die die Ausstellung im Schlösschen dann auch ihrem mittlerweile 93-jährigen Vater widmet. Überhaupt hat ihr die Familie geholfen. Denn aus Köln hatte sie 90 Bilder mitgebracht. Im Laufe des vergangenen Sonntags und mit Ratschlägen und Tipps der Familie suchte sie schließlich die 63 Exponate aus, die noch bis zum 22. Dezember im Schlösschen zu sehen sind.

Für Ellen Buckermann sind die alten Gemäuer in Borghees auch Inspiration. Sie hatte sich schon vor über einem Jahr bei Emmerichs Kulturchef Michael Rozendaal beworben, um einmal im Schlösschen ausstellen zu können.

Das durch die Fenster einfallende Herbstlicht wird dann auch nochmal für besondere Momente sorgen, wenn es auf die Leinwände trifft. Die Künstlerin hofft, dass sie auch während der Ausstellung Käufer für ihre Bilder findet. Darüber würden sich dann auch der Förderverein des Schlösschens sowie der Mittagstisch freuen, die jeweils zehn Prozent des Erlöses erhalten. Darüber hinaus möchte Ellen Buckermann auch einige ihrer Bilder an einen Altenwohnsitz spenden.