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Auch Eltern aus Nachbarstädten setzen auf weiterführende Schulen in Rees

Weiterführende Schulen : Dreigliedriges Schulsystem in Rees weiter beliebt

Bei der Info-Veranstaltung für Eltern zu den weiterführenden Schulen war die Zahl der Gäste, die aus Nachbarstädten kommen, auffallend hoch. Eine Bestätigung für das gute Schulsystem in Rees, findet der Bürgermeister.

„Vielleicht ist das die wichtigste Entscheidung, die Sie jemals für Ihre Kinder treffen werden“, hob Bürgermeister Christoph Gerwers gleich zu Beginn die Bedeutung des Abends hervor. Gemeint war die Entscheidung, auf welche weiterführende Schule die aktuellen Viertklässler im Sommer 2022 wechseln sollen. Daher hatten die Stadt Rees und die Schulleiter des Schulzentrums zu einem Infoabend ins Bürgerhaus geladen.

Auffallend hoch war, wie schon in den Vorjahren, die Zahl der Gäste, die in den Nachbarstädten von Rees wohnen. Der Bürgermeister sah darin eine Bestätigung für den guten Ruf des dreigliedrigen Schulsystems, an dem die Stadt Rees bewusst festhält.

Stellvertretend für alle Grundschulen im Stadtgebiet zeigte zunächst Britta Koltermann, Leiterin der Grundschule Millingen, die Stationen der nächsten Monate auf. Im November und Dezember finden Elterngespräche statt, bevor um den 2. Februar 2022 die Halbjahreszeugnisse mit einer Schulformempfehlung verteilt werden. „Sie entscheiden, an welcher Schule Sie Ihr Kind anmelden“, betonte Britta Koltermann die Freiheiten der Eltern, doch sie appellierte auch, genau hinzuhören, wie der Tochter oder der Sohn von schulischer Seite eingeschätzt wird. „Sie kennen dieses eine Kind und seine Geschwister, aber wir Lehrerinnen und Lehrer haben über die Jahre viele hundert Kinder kennengelernt und haben entsprechende Vergleichswerte“, sagte die Schulleiterin. „Wenn ein Kind mit der neuen Schule überfordert ist, wird es niemals gern zur Schule gehen“, weiß Britta Koltermann.

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So brach denn auch Claudia Möllmann eine Lanze für die Hauptschule, als sie die Vorzüge der Reeser Rheinschule vorstellte: „Machen Sie sich Ihr eigenes Bild von uns, dann wissen Sie, dass die Hauptschulen nicht so sind, wie viele meinen.“ Derzeit besuchen 320 Schülerinnen und Schüler die Rheinschule. Viele Lern- und Fördermöglichkeiten bieten die Chance, den Kindern schon in der Erprobungsphase ab der fünften Klasse positive Lernergebnisse und schulische Erfolge zu bieten. Später kommen Praktika und andere berufsvorbereitende Angebote hinzu, die den Kindern und Jugendlichen eine Perspektive geben: „Das Handwerk war nie so begehrt wie heute, auch die Chancen, eine Ausbildungsstelle zu finden, waren nie so groß wie heute“, hielt Claudia Möllmann fest.

Thomas Wenning legte dar, wie die Realschule bereits in der Sekundarstufe 1 die fachliche und soziale Kompetenz der aktuell 775 Schüler in 28 Klassen fördert. Wie auch die anderen Schulleiter betonte Wenning mehrfach, dass jederzeit ein Wechsel von einer Schule zur anderen problemlos möglich sei. Nicht nur die räumliche Nähe, sondern auch die gute Kooperation zwischen den drei Schultypen habe sich seit Jahrzehnten bewährt.

Klaus Hegel warb für die Vorzüge des Gymnasiums Aspel. Ziel sei das Abitur, um die Voraussetzung für ein Hochschulstudium oder für eine höhere Laufbahn in der Verwaltung, im Bankwesen oder in der Industrie zu erlangen. Dabei hätten die mehr als 50 Lehrkräfte nicht nur vor Augen, dass die derzeit 610 Schülerinnen und Schülern die Studierberechtigung erlangen, sondern vor allem auch die Studierfähigkeit. Freude am Lernen sowie eine große Selbstständigkeit seien dafür Voraussetzungen. Am Gymnasium Aspel ist dies auch in einem bilingualen Zweig möglich, bei dem bestimmte Fächer ab fünften Schuljahr in englischer Sprache unterrichtet werden.

Im November stellen sich alle weiterführenden Schulen bei einem „Tag der offenen Tür“ den Viertklässlern und ihren Eltern vor. In allen Fällen muss ein 3G-Nachweis erbracht werden. Die Realschule macht am Samstag, 13. November, den Anfang. Unter www.realschulerees.de können sich die Familien ab sofort für eines von drei angebotenen Zeitfenstern anmelden. Das Gymnasium Aspel öffnet am Samstag, 20. November, seine Pforten. Die Grundschüler der vierten Klassen erhalten eine Einladung, dabei sind bestimmte Zeiträume am Morgen und Vormittag für die verschiedenen Grundschulen reserviert. Am Samstag, 27. November, kann dann die Rheinschule zwischen 10 und 13 Uhr besucht werden.