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Arbeiten für Neumakrt-Umgestaltung in Emmerich beginnen

Startschuss für Umgestaltung : „Cooles Grau“ für den Neumarkt

Am Montag haben die Arbeiten für die Umgestaltung des Neumarktes begonnen. Los geht es mit Kanalarbeiten. Bis spätestens zum Sommer soll hier ein Platz mit Aufenthaltscharakter entstehen.

Er ist eine klaffende Wunde in der Innenstadt, die nun endlich geschlossen wird. So sieht es jedenfalls Bürgermeister Peter Hinze, der am Montag keinen Hehl aus seiner Freude machte, dass die Umgestaltung des Neumarktes nun endlich in Angriff genommen wird. Das Areal, das seit Monaten halb Baustelle und halb Parkplatz ist, soll spätestens bis zum Sommer fertig sein. Etwa 3,6 Millionen Euro werden dafür investiert. Der Platz war letztmalig in den 1970er Jahren umgestaltet worden.

Tief- und Erdbau- und Kanalarbeiten stehen nun an. Der Emmericher Bauunternehmer Thomas Geerling (Geerling & Berndsen), die Firma ITAS Bauüberwachung sowie die Gelsenwasser AG sind daran beteiligt.

 So Sieht die Planung für den Platz aus. Am unteren Kopfende des Komplexes soll ein Baumkarree mit Wasserspiel und Bänken gebaut werden. Weitere Baumreihen sind für die 80 Parkplätze geplant, die der Platz dann vorhalten soll. 
So Sieht die Planung für den Platz aus. Am unteren Kopfende des Komplexes soll ein Baumkarree mit Wasserspiel und Bänken gebaut werden. Weitere Baumreihen sind für die 80 Parkplätze geplant, die der Platz dann vorhalten soll. 

Wie Bauamtsleiter Jens Bartel ausführte, soll ein Platz mit Aufenthaltsqualität entstehen. Dafür sorgt unter anderem ein Baum-Karree mit neun Bäumen, Bänken und einem Wasserspiel. Auch der Wochenmarkt soll dann wieder an den Neumarkt zurückkehren.

Die Zufahrt für Pkw wird an dieser Stelle dann nicht mehr möglich sein. Mit versenkbaren Pollern wird allerdings gewährleistet, dass Anwohner, Marktbeschicker und Zulieferer den Platz an diesem Punkt befahren können.

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Weitere Baumreihen sind entlang der 80 Parkplätze geplant, die am gegenüberliegenden Teil des Platzes entstehen werden, der sein Erscheinungsbild auch farblich ändern wird. Statt wie bisher Rot wird dann der Anthrazit-Ton „Cool Grey“ vorherrschen. So lautet die exakte Bezeichnung jener Pflastersteine, die auf dem gesamten Areal verlegt werden. Das Besondere: „Die Steine haben eine Naturstein-Oberfläche mit einer Beschichtung, die leicht zu reinigen ist“, führte Bartel weiter aus.

Weil derzeit auch noch am Wohn-, Büro- und Geschäftskomplex der Schoofs-Gruppe gearbeitet wird, ist der Platz begrenzt. Es muss in Etappen gearbeitet werden. Los gehen wird es jetzt erst einmal mit den Kanalarbeiten in Richtung Alter Markt. Die Stadt Emmerich und die beteiligten Firmen hoffen, dass sich im Boden keine unliebsamen Überraschungen vorfinden, um Zeitverzögerungen zu vermeiden. „Ich denke da weniger an Kampfmittel, als vielmehr an die Archäologie“, so Bartel.

Schon Mitte Mai sollen die ersten Geschäfte im Neubau der Schoofs-Gruppe eröffnen. Im Erdgeschoss des fünfgeschossigen Neubaus befinden sich Einzelhandelsflächen mit einer Gesamtgröße von etwa 3240 Quadratmetern. Unter anderem zieht dort Edeka ein. Auch ein Bäcker, der Außengastronomie anbietet, ist vorgesehen. Dazu wird es 130 Stellplätze in der Tiefgarage geben.

Auch wenn die Arbeiten jetzt noch einmal zusätzliche Einschränkungen für die Anwohner mit sich bringen und weitere Parkplätze in der City wegfallen, ist Bürgermeister Peter Hinze überzeugt, dass sich die Mühen lohnen werden: „Wir werden dann endlich einen schönen Platz haben, der wichtig für die gesamte Innenstadt ist.“

Die Anwohner sind durch die Baufirmen bereits informiert worden. Für Fragen steht Joachim Kohlenberg von der ITAS Bauüberwachung per E-Mail (kohlenberg@itas-sz.de) zur Verfügung. „Außerdem können auch jederzeit die Arbeitskolonnen vor Ort angesprochen werden“, so Florian Grisko von der Firma Gelsenwasser.