1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Emmerich: Appell an alle: "Stellung beziehen gegen die populistischen Rechten"

Emmerich : Appell an alle: "Stellung beziehen gegen die populistischen Rechten"

Emmericher SPD lud zum Neujahrsempfang ins PAN und stimmte auf ein spannendes Wahljahr mit wichtigen Weichenstellungen ein.

Die Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft in der SPD konnte Bernd Schugt nicht entgegennehmen. "Damals waren meine Corina und ich Prinzenpaar." Doch diesmal zum 40-Jährigen ließ sich der ehemalige Geck-Präsident es nicht nehmen und kam wie viele aus Gesellschaft und Politik - unter ihnen Bürgermeister Peter Hinze - zum Neujahrsempfang der Emmericher Sozialdemokraten ins PAN.

Die Genossen läuteten mit ihrer Kandidatin für die Bundestagswahl im September, Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks, und dem Kandidaten für den Landtag, Thorsten Rupp, den Wahlkampf ein. Sichtlich stolz schien Hendricks auf ihren ehemaligen Kreisgeschäftsführer zu sein, der auf die anstehende nordrhein-westfälische Wahl im Mai nicht nur die Sozialdemokraten einschwor.

Es käme darauf an, Haltung zu haben und zu zeigen. Hinsichtlich der populistischen Rechten sprach Rupp von einer "ernsten Gefahr für die Freiheit und Demokratie". Und forderte alle auf, sich einzumischen und Stellung zu beziehen. Terroranschläge und Aleppo seien, so Hendricks, zwar keine guten Vorzeichen für 2017. Aber "die Zukunft ist offen. Wir bestimmen selbst, wie es weitergeht". Für die Kreis-Klever-Politiker ist wichtig, dass man sich im Land sicher fühle. "Wir müssen hinter Polizei, Feuerwehr, Rettungskräften und Sicherheitsbehörden stehen." Dabei spiele die Ausstattung eine Rolle, so die Kleverin.

Aber auch lokale Themen blieben beim Empfang im PAN, musikalisch begleitet von Manuela Verhey und Pieter Wijers, nicht außen vor. Beim Thema "Betuwelijn" sei die Akzeptanz auf allen Ebenen wichtig. "Anfang Februar kommen wir in Rees zusammen. Ich bin mir sicher, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen werden", so Hendricks. Im ländlichen Raum, erklärte Thorsten Rupp, seien Mobilität, der Arzt vor Ort, Schulen und die Digitalisierung entscheidend. Es gelte, "Strukturen zu erhalten, wo die Menschen zu Hause sind", unterstrich er. Zur Entwicklung der Wasserschutzpolizei mit ihren Aufgaben bei Unfällen, Umweltschutz und grenzüberschreitender Zusammenarbeit hieß es zuversichtlich von Rupp: "Ich glaube, dass das nur mit dem Standort Emmerich geht."

Kräftiges Händeschütteln war bei den Jubilarehrungen angesagt - einige hatten allerdings, so Ortsvereinsvorsitzender Daniel Klösters, krankheitsbedingt absagen müssen. Für 40 Jahre ehrte die SPD neben Bernd Schugt, Bernd Segelken und Werner Seidenberg. 25 Jahre ist Willi Lindemann dabei. Zehn sind's bei Regina Booms, Hildegard Braun, Tobias Böhringer und Frits van de Pavert.

(dk)