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Emmerich: Angst vor "schleichender Blockverdichtung"

Emmerich : Angst vor "schleichender Blockverdichtung"

Dass Misstrauen gegen die Deutsche Bahn wächst, und damit die Spekulationen. Die IG Biss (Interessengemeinschaft Betuwe – Initiative Sicherheit Siedlungsfern) spricht von einer "schleichenden Einführung der Blockverdichtung" –und damit vielen Emmerichern aus der Seele.

Dass Misstrauen gegen die Deutsche Bahn wächst, und damit die Spekulationen. Die IG Biss (Interessengemeinschaft Betuwe — Initiative Sicherheit Siedlungsfern) spricht von einer "schleichenden Einführung der Blockverdichtung" —und damit vielen Emmerichern aus der Seele.

Die meisten Menschen verstehen unter "Blockverdichtung" einfach "mehr Züge auf der Strecke", und Letzteres ist nun mal zu beobachten. Tatsächlich ist die so genannte Blockverdichtung mit Bauarbeiten verbunden. "Die Blockverdichtung bedeutet das Aufstellen zusätzlicher Signale", erklärt die Bahn. "Der Abstand von einem Signal zum nächsten ist der sogenannte Blockabstand. Bei einer Verdichtung der Signalabstände können mehr Züge in kürzeren Abständen hintereinander verkehren."

Damit wird es also auf den Gleisen noch voller. Für die Blockverdichtung muss ein eigenes Planfeststellungsverfahren angestrengt werden; es ist eine aufwändige und langwierige Prozedur.

Bevor es so weit ist, kann der Güterverkehr auf der Strecke nichtsdestotrotz zunehmen — theoretisch so viel, wie es eben ohne weitere Signalanlagen möglich ist.

Die IG Biss kritisiert, dass die Lärmschutzmaßnahmen, auf die man sich für die Blockverdichtung geeinigt hat, bei der schlichten Zunahme des Zugverkehrs nicht zum Tragen kommen. Zudem würden die Wartezeiten vor den Schranken weiter zunehmen. Dazu macht die IG Biss eine eigene Rechnung auf. Selbst, wenn die Schranke am Bahnübergang Grüne Straße in Praest tatsächlich, wie einst angenommen, "pro Zugdurchfahrt zirka drei Minuten länger geschlossen bleibt", bedeute das beispielsweise bei 100 Zügen am Tag "ganze 300 Minuten", kalkuliert der Verein.

(RP/rl)