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Emmerich: Angst um Nico Hülkenberg

Emmerich : Angst um Nico Hülkenberg

Schon im Vorfeld gab es heftigen Widerstand gegen das Formel-1-Rennen in Bahrain. Vor dem Rennwochenende gingen die Demos weiter. Dabei wurde das Team von Nico Hülkenberg in einen Anschlag verwickelt.

Die Ereignisse vor dem Rennen ließen natürlich auch Nico Hülkenberg nicht kalt. Vier Mitglieder seines Teams Force India waren in eine Demonstration gegen das Formel 1 Rennen geraten, dabei waren Molotow-Cocktails geflogen. Einige Agenturen sprachen sogar von einer Bombe, die ein Loch in die Straße gerissen hatte. Die Rede war von einem gezielten Anschlag. Dort hatte sich ein Stau gebildet, in dem auch der Wagen der Force-India-Mitarbeiter saßen. Ein Teammitglied war nach dem Vorfall abgereist.

"So etwas macht einen natürlich nachdenklich", sagte Hülkenberg bei der Pressekonferenz in Bahrain. "Es ist falsch, das so etwas passiert. Wir sind eigentlich hier, weil wir Entertainment bieten wollen. Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert", sagte der Rennfahrer aus Emmerich.

Hülkenbergs Sprecher Timo Gans berichtete, dass sich der Vorfall am Mittwochabend ereignete. Vier Mechaniker des Teams Force India waren in Mietwagen in der Stadt unterwegs und gerieten dabei in eine Demonstration. "Dabei sind dann Molotow-Cocktails gefolgen, glücklicherweise ist niemand verletzt worden."

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Alle vier Force-India-Männer blieben unverletzt. Das Team sei in einem normalen Mietwagen unterwegs gewesen, der nicht als Formel-1-Team zu erkennen gewesen sei. "Daher gehe ich nicht davon aus, dass der Anschlag gegen ein Rennteam gerichtet war", sagte Gans der RP gestern.

Auch Nico Hülkenberg sei natürlich bestürzt. "Er muss jetzt versuchen, diese Ereignisse auzublenden, heute steht das freie Training an, da muss er den Kopf frei haben", sagt Gans, der aber sicher ist: "Das ist natürlich eine schwierige Situation für ihn." Nico Hülkenbergs Eltern sind nicht bei ihm in Bahrain, um die Sicherheit der Fahrer müsse man sich auch keine große Sorgen machen. "Die Fahrer sind streng abgeschirmt und geschützt. Da gibt es keinen Anlass zur Sorge", meint Gans.

An Rande der Pressekonferenz machte Hülkenberg im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst SID auch deutlich, dass er vorsichtig ist. "Ich schlafe zwei Kilometer von der Strecke entfernt und werde sowieso nie draußen sein", sagt er und ergänzt ironisch: "Und wenn was ist, wird durch die Wüste ,gerallyet' und dann bin ich weg."

Hier geht es zur Infostrecke: Formel 1: Fragen und Antworten zum Bahrain-Rennen

(RP/rl)