An der Realschule Rees war das Grundgesetz Thema

Schul-Projekt : Unterrichts-Thema Grundgesetz

Zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes haben sich Reeser Realschüler mit dessen Bedeutung auseinander gesetzt.

(ha) Die Aula der Realschule war mit Deutschlandflaggen dekoriert. Banner mit handgeschriebenen Artikeln aus dem Grundgesetz zierten die Tafel. Und selbst Politik- und Sozialwissenschaftslehrerein Andrea Müntjes trug als Cape Schwarz-Rot-Gold. Das alles sollte die Bedeutung und Wertschätzung der Geburtsstunde der deutschen Verfassung untermalen.

Die Schüler hatten noch vor den Osterferien diese Veranstaltung geplant und nach den Ferien inhaltlich vorbereitet. Dabei ist ihnen bewusst geworden, wie einzigartig den Vätern des Grundgesetzes ihre Arbeit gelungen ist. So lange im Frieden zu leben, sei ein hoher Wert, waren sich Alina Wingers und Viktoria Schindler einig, und um diesen Frieden zu bewahren, sei es wichtig, die Bedeutung des Grundgesetzes immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, gab auch Amelie te Baay den allgemeinen Tenor der Mitschüler wieder. Dazu hatten die Schüler der Klasse 9c gleich 300 Pocket-Ausgaben des Grundgesetzes bestellt, die sie an die Schüler der Realschule verteilten. Im Unterricht haben sie sich besonders mit den Menschenrechten auseinandergesetzt. So spielten die Schüler eine Szene vor: Die Lehrerin sieht, dass zwei Schüler im Unterricht ein Briefchen austauschen. Sie nimmt ihnen den Zettel ab und liest ihn vor. Schnell war den Schülern klar: Hier wurde tatsächlich gegen das Briefgeheimnis verstoßen. Warum? Das machte Andrea Müntjes den Schülern klar: Das Briefchen war an eine bestimmte Person gerichtet.

Aber auch das Thema Gleichberechtigung fand die Zustimmung der Schüler, wie Maximilian Messing betonte. Dazu gab es einen Exkurs in den Alltag eines Fußballvereins, wo lange Jahre eine weibliche Mitgliedschaft nicht möglich war.

„Wir haben auch aus dem Grundgesetz laut vorgelesen und waren erstaunt, was für eine Wirkung es hat“, erzählt Andrea Müntjes.

Der Höhepunkt des Tages war jedoch, als die Geburtstagstorten präsentiert wurden. Melina Ziegner hatte die Torte mit schwarzen, roten und goldenen Schichten gebacken. Den Kuchen von Antonie Lach zierte nicht nur der Bundesadler, auch die erste Strophe des Deutschlandliedes wurde mit Zuckerguss auf den Kuchen geschrieben. Das sah so wunderschön aus, dass sich kaum jemand traute, diesen anzuschneiden.