1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Rees: Amprion-Projekt: Reeser Politik gegen Freileitung

Rees : Amprion-Projekt: Reeser Politik gegen Freileitung

Wie berichtet soll der Windstrom im Norden über einen Stromleitungs-Korridor in den Süden der Republik transportiert werden - für die beauftragte Firma, die Amprion GmbH, vorzugsweise über Reeser Stadtgebiet.

Geplant ist, die Trasse unterirdisch zu verlegen. Falls eine Kommune aber einen Freileitungsbau wünsche, müsse eine entsprechende Prüfung jetzt für die im April tagende Antragskonferenz angemeldet werden.

Darüber informierte die Verwaltung den Bauausschuss - und schlug der Politik vor, eben einen solchen Freileitungsbau nicht zu beantragen. Dem stimmte die Politik nach kurzer Diskussion einstimmig zu.

Ergänzt um die von Helmut Wesser (Grüne) beantragte Stellungnahme, dass die Stadt grundsätzlich eine Trassenführung der Planung A-Nord weiter südlich befürworten würde, "weil dort eine Bündelung von zwei Leitung möglich ist", sagte Wesser. Auch sei bei dieser alternativen Trassenführung mit weniger "Raumwiderständen zu rechnen", wie er es formulierte.

Wie letztlich die Bundesnetzagentur, die beim endgültigen Trassenverlauf das Sagen hat, entscheiden werde, sei offen, meinte Bürgermeister Christoph Gerwers. Alle beteiligten Kommunen würden die Trasse lieber nicht vor ihrer Haustüre haben, "da ist sich jeder der Nächste". Aber irgendwo müsse sie ja verlaufen.

Im Verfahren werde die Stadt sicher darauf hinweisen, dass aus ihrer Sicht eine Trassen-Bündelung (Zeelink-Projekt) sinnvoller erscheine. Wesser blieb aber dabei. "Wir sollten uns gegen eine erneute Stromtrasse wehren", forderte der Grüne. Für die 380- KV-Leitung seien schon zu viele Bäume geopfert worden. Und Naturschutzgebiete gebe es auch auf der jetzt anvisierten Reeser Strecke.

(rey)