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Am 22. Mai 2022 öffnen Geschäfte in Rees sonntags zum Stadtfest

Verkaufsoffener Sonntag : Reeser Stadtfest soll nostalgisch werden

Die Reeser Werbegemeinschaft freut sich auf den 22. Mai. Wenn die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag einladen, sollen altes Handwerk und nostalgische Fahrgeschäfte in die Innenstadt locken.

Drei Jahre ist es nun her, dass in der Reeser Innenstadt das letzte Stadtfest gefeiert wurde. Damals, als die mittlerweile mehr als gängigen Worte wie „Corona“, „Abstandsregeln“ oder „Booster-Impfung“ noch nicht in aller Munde waren. Wer bei solchen Erinnerungen an das Jahr 2019 nostalgisch wird, der ist beim Reeser Stadtfest am kommenden Sonntag, 22. Mai, bestens aufgehoben: „Nostalgie trifft Moderne“ heißt das Motto, unter dem die Reeser Werbegemeinschaft (RWG) und die Reeser Wirtschaftsförderung zum Shoppen und Spaßhaben in die älteste Stadt am unteren Niederrhein einladen.

Von 13 bis 18 Uhr sind die Geschäfte geöffnet, drumherum wird ein abwechslungsreiches Programm geboten, das Kitsch und Kommerz ausklammern soll und die Jahrhunderte alte Geschichte der Rheinstadt in den Fokus rückt. Dazu trägt auch eine historische Truppe bei, die Einblicke in alte Handwerkskünste gibt, darunter das Flechten von Körben und das Spinnen von Wolle. Auch ein Scherenschleifer, der mit Beinmuskelkraft arbeitet, und viele mittelalterliche Werkzeuge können in Augenschein genommen werden.

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Auf dem Marktplatz stehen Fahrgeschäfte, wie sie schon die Großeltern-Generation auf der Kirmes erlebt hat: eine Schiffschaukel, ein Karussell oder ein Kinderriesenrad. Stadtführer Heinz Wellmann gewandet sich als Reeser Torwächter und erzählt bei Rundgängen vom einstigen Leben und Handeln innerhalb der Stadtmauern. Eine alte Orgel sorgt für die passende Begleitmusik.

Das „Nostalgie“-Thema soll bei künftigen Stadtfesten beibehalten werden, erklärte die RWG-Vorsitzende Renate Bartmann jetzt bei einem Pressetermin in ihrer Bücherecke. Schon vor Corona habe der Zusammenschluss lokaler Händler ins Auge gefasst, sich von allzu zeitgenössischen Waren auswärtiger Straßenhändler zu verabschieden und sich auf das historische Erbe der Innenstadt zu besinnen.

Die niederländischen Händler, die in diesem Jahr eingeladen wurden, beschränken ihr Angebot deshalb auf Evergreens wie Blumen, Käse, Obst, Gemüse, Kaffee und Pommes. Den Hunger stillen aber auch die örtlichen Gastronomen und Bäcker, ergänzt einen 60er-Jahre-Imbisstruck von Heiner Dünkelmann, einen Grillstand des Reeser Sportvereins und natürlich leckere Poffertjes.   Eröffnet wird das Stadtfest bereits um 12.30 Uhr zu den Klängen des Tambourcorps Rees. Die RWG-Vorsitzende Renate Bartmann, Bürgermeister Christoph Gerwers und Rheinkönig Michael Roos begrüßen die Reeser Bürger und Besucher auf einer Bühne vor dem Bürgerhaus.

Danach gehen die Honoritäten direkt zum Skulpturenpark, um mit einem „Last Cut“ die 25 Tonnen schwere Sandskulptur einzuweihen, die binnen einer Woche von den Künstlern Martijn Rijerse und Benno Lindel geschaffen wurde. Das fünf mal zwei Meter große Gebilde zeigt markante Bauwerke entlang der Reeser Rheinpromenade.

In der Fallstraße präsentieren sich mehrere Geschäfte und Vereine, im Reeser Bürgerhaus kommen nicht nur die Kinder auf ihre Kosten, wenn das Jugendhaus Remix und der Tischtennisverein TTV Rees-Groin zum Spielen einladen. Die Jungschützen bieten unter den Arkaden des Bürgerhauses ein Laser-Schießen an, während von der benachbarten Bühne rockig-nostalgische Klänge der „Shiny Heads“ und des Buena Ressa Music Clubs hinüberwehen.

Die Innenstadt bleibt dafür für den Autoverkehr gesperrt. Wer nicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß kommt, kann sein Fahrzeug auf den Parkplätzen von Lidl, Aldi und Rewe sowie auf den städtischen Parkplätzen am Westring und am Skulpturenpark abstellen.