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Alte Mauerreste im Boden der Empfängerstraße in Rees entdeckt

Bei Bauarbeiten entdeckt : Bodenfund in der Empfängerstraße

Bei Bauarbeiten wurden in der Empfängerstraße fast über den gesamten Straßenverlauf historische Mauerreste entdeckt. Sie könnten aus der Zeit des Spätmittelalters oder der Neuzeit stammen.

Im Zuge der Neubauprojekte an der Empfängerstraße sind die Arbeiter auf Spuren der Reeser Vergangenheit gestoßen. Beim Verlegen einer Strom- und Wasserleitung vom Markt bis zum Gebäude Nummer 3 fanden sie historische Mauerreste, die sich fast über die gesamte Länge der Empfängerstraße erstrecken.

Mit Genehmigung der oberen Denkmalbehörde des Kreises Kleve fanden Ende April archäologische Erkundungen unter Beteiligung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) statt. Demnach handelt es sich bei dem Fund um eine circa 50 Meter lange und circa 30 Zentimeter breite Mauer aus Feldbrandziegeln und Kalkmörtel. Die verschiedenen Schichten könnten aus der Zeit des Spätmittelalters bis zur Neuzeit stammen.

Die Empfängerstraße war eine schmale Gasse, die von anliegenden Gebäuden eingefasst wurde. Nach starken Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde offensichtlich entschieden, diese Gasse für Fahrzeuge auf bis zu vier Meter zu verbreitern. Dafür wurde das Gebäude Markt 14 abgerückt.

Weiterhin entdeckten die Archäologen in der Mitte der Straße ein Quergewölbe, das vermutlich die alten Kellerräume miteinander verbunden hat.

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses sprach sich Bodo Wissen (SPD) dafür aus, dass Fotos und Informationen zu diesen Funden vielleicht auf einer Tafel bereitgestellt werden.