Aggressiver Marokkaner vor dem Amtsgericht in Emmerich

Emmerich : Bewährungsstrafe: Flüchtling bedroht Helfer

Marokkaner droht städtischem Angestellten: „Bringe deine Frau und Kinder um.“

(aflo) In einem Verfahren am Amtsgericht Emmerich ist ein 39-jähriger Marokkaner wegen versuchter Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung zu sieben Monate Haft auf Bewährung verurteilt worden. Richterin Mareen Hölker sah es als erwiesen an, dass der Mann im März dieses Jahres in der Asylunterkunft an der Tackenweide seinen Betreuer mit unflätigsten Ausdrücken betitelt hatte.

Anschließend habe er den Mann mit einer Tasse beworfen, einen Tisch hochgehoben und damit nach dem Mann und seinem Helfer geworfen. Anschließend habe er gedroht, seine Familie zu töten. Die zuständige Richterin machte deutlich: „Dass es so gewesen ist, daran habe ich keinen Zweifel.“

Zu seinen Gunsten habe man berücksichtigt, dass es bei einer versuchten gefährlichen Körperverletzung geblieben sei, aber: „Sie waren sehr uneinsichtig, aggressiv und sind zweimal einschlägig vorbelastet.“ Trotzdem sei eine Strafe zur Bewährung noch gerechtfertigt. „Das ist die erste Freiheitsstrafe. Und es besteht die Hoffnung, dass Sie nicht mehr straffällig werden.“

Der Asylbetreuer sagte aus, der Angeklagte habe einfach sein von ihm nicht gepflegtes Zimmer in der Unterkunft verlassen, die Tür eines leerstehenden Zimmers aufgebrochen und sich dort eingerichtet. Auf die Aufforderung hin, den Raum zu verlassen, sei es zum Vorfall gekommen. Bei dem Versuch, ihn aus dem Zimmer zu drücken, habe er sich gewehrt, danach einen Beistelltisch in seine Richtung geworfen und sei mit den Händen in Richtung seines Halses auf ihn zugekommen. „Ich hab mich gewehrt, mit einem Schlag zurückgedrückt.“ Sein für die Sauberkeit der Zimmer zuständiger Helfer bestätigte die Aussage. Er habe auch einen Teller geworfen, später noch einen Besen in die Hand genommen. „Wir hatten Angst, dann sind wir raus und haben die Polizei gerufen.“ Er habe die Drohung wahrgenommen, „dass er seine Familie, die Frau und die Tochter töten will“.

Der in Deutschland geduldete Marokkaner stritt die Vorwürfe ab – akzeptierte aber das Urteil.

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