Isselburg: Abwasser wird teurer, der Müll günstiger

Isselburg : Abwasser wird teurer, der Müll günstiger

Gebührensatzung für Isselburg: 60-Liter-Tonne kostet rund 19 Euro weniger. Schmutzwasser wird 10 Cent teurer.

Neues Jahr, neue Gebührensatzung. Das ist in Isselburg schon seit Jahren so. So hat der Rat der Stadt Isselburg in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, dass die Abfallgebühren in 2018 leicht sinken und die Gebühren für das Abwasser etwas teurer werden.

Insgesamt muss die Stadtverwaltung Isselburg in diesem Jahr knapp 27.000 Euro mehr für die Müllentsorgung bezahlen. Geplant sind Ausgaben in 2018 in Höhe von 851.458,72 Euro, die durch Gebühren zu decken sind. Durch die Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten - aktuelle Gefäßzahlen, Einwohnergleichwerte, Abfallmengen, Entnahme aus der Rücklage etc. - können die Gebühren trotzdem leicht gesenkt werden. Je Abfalltonne sind das zwischen 10 und 30 Euro. Die meisten Isselburger haben einen 60-Liter-Vollanschluss. Hierfür werden 181,20 Euro fällig. So zahlen die Bürger hier 18,60 Euro weniger. Der 90-Liter-Vollanschluss kostet 20,40 Euro weniger und der 120-Liter-Vollanschluss 23,40 Euro weniger.

Eine leichte Anhebung der Gebühren gibt es beim Abwasser. Die kostendeckende Gebühr beträgt je Kubikmeter Schmutzwasser in Isselburg in 2018 nun jährlich 3,75 Euro. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber 2017 von 0,10 Euro/cbm. Die Gebühr für Regenwasser beträgt für das Jahr 2018 je Quadratmeter bebauter und/oder befestigter Fläche 0,78 Euro. Dies entspricht gegenüber 2017 einer Erhöhung von 0,05 Euro/qm.

Für einen Musterhaushalt in Anholt mit vier Personen und 117 Quadratmetern anrechenbarer Fläche auf dem 718 Quadratmeter großen Grundstück und 165 Kubikmeter Schmutzwasserverbrauch sind das dann Mehrkosten in Höhe von 21,18 Euro im Jahr. Ein Fünf-Personen-Haushalt in Isselburg (740 Quadratmeter Grundstück, 115 Quadratmeter anrechenbare Fläche, 166 Kubikmeter Schmutzwasserverbrauch) zahlt 21,20 Euro mehr im Jahr. Für ein Einfamilienhaus in Werth (520 Quadratmeter Grundstück, 134 Quadratmeter anrechenbare Fläche, 172 Kubikmeter Schmutzwasserverbrauch) und fünf Personen bedeutet das 22,56 Euro mehr.

In allen Beispielen ist das eine Erhöhung um 3,1 Prozent. Gewerbebetriebe mit Schmutzwasserverbräuchen zwischen 717 und 972 Kubikmeter zahlen zwischen 180 und 280 Euro mehr im Jahr, das sind rund vier Prozent mehr.

(seul)
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