Abitur am Emmericher Gymnasium

Schulen : „Abiversal – ab jetzt führen wir Regie“

Am Samstag bekamen 80 Abiturienten des Willibrord-Gymnasiums in einer Feierstunde ihre Zeugnisse.

Die Erleichterung und die Freude, das Ziel nach langen Anstrengungen geschafft zu haben, stehe ihnen ins Gesicht geschrieben, sagte Bürgermeister Peter Hinze und ging in seiner Rede auf das Abi-Motto „Abiversal – ab jetzt führen wir Regie“ ein. „Ab heute bestimmen Sie selbst die Richtung, in die Sie gehen, und den Film, in dem Sie die Hauptrolle spielen möchten. Sie selbst bestimmen das Drehbuch und den Drehort. Die Welt mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten liegt vor Ihnen und wartet auf Sie.“

Am Samstag wurden die Abiturienten des Willibrord-Gymnasiums nach einem Gottesdienst in der St. Aldegundiskirche im PZ der Schule feierlich verabschiedet. Von 88 Schülern und Schülerinnen hatten 80 das Abitur geschafft -15 von ihnen mit einer Eins vor dem Komma. In festlichen Kleidern und schicken Anzügen zeigten sich die frisch gebackenen Abiturienten.

„Sie drehen ihren eigenen Film. Der Film gefällt niemals allen Zuschauern. Wichtig ist, dass Ihr eigener Film Ihnen selbst gefällt und Sie Spaß daran haben“, gab Hinze den ehemaligen Gymnasiasten mit auf den Weg. Schulleiter Stephan Bieke, für den es die erste Entlassfeier am Willibrord-Gymnasium war, freute sich mit den Schülern: „Heute ist Euer Tag, heute seid Ihr die Regisseure des Tages und Eures ganzen zukünftigen Lebens – gut ausgestattet mit Wissen und Kernkompetenzen.“ Er ging auf die Rede von Martin Luther King aus dem Jahre 1963 „I have a dream“ ein und lobte die intensive Gemeinschaft, in der Freude und Leid geteilt wurden, den respektvollen Umgang, die Wertschätzung und die Verantwortung, mit denen die Abiturienten sich untereinander begegnet sind, die sie aber auch anderen gegenüber gezeigt haben. „In die Grundschule wurdet Ihr mit einer Schultüte voller Hoffnungen, Träume und Süßigkeiten eingeschult, jetzt seid Ihr am Ende Eurer Schulzeit.“

Die Lehrer der Stufenleitung, Björn Rossa und Astrid Bilke-Arndt, erklärten Szenen der Schulzeit mit passenden Filmzitaten: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt“ aus „Forest Gump“ zeige die Unsicherheit der 5. Klasse. So mancher habe das Lehrerzimmer als „Ein Käfig voller Narren“ gesehen. Und öfter hieß es „Houston, wir haben ein Problem.“ Abschließend wünschten sie allen Abiturienten ein „Happy End“. Die beiden Stufensprecher Leon Tiemer und Mirco Verwaayen erzählten in einem lustigen Zwiegespräch von besonderen Phasen ihrer Schulzeit mit den festen Klassenverbänden bis zur zehnten Klasse, Fahrten, Leistungskursen, Benefizgala und Abschlussfahrt nach Hamburg. Sie dankten Lehrern, Eltern, Hausmeister und besonders den Sekretärinnen Melanie Derksen und Nadine Eichhorn. „Die mir auch beim 50. Mal geduldig erklärten, welche Knöpfe man wie lange drücken musste für eine Durchsage“, sagte Verwaayen. Das Duo bedankte sich auch bei der vorherigen Schulleiterin Inge McKay, „die einen Großteil unserer Schullaufbahn das Sagen hatte“.

Die „Abiband“ sorgte für ein unterhaltsames Rahmenprogramm.