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Abflämmen in Emmerich: Feuer am Melchiorweg in Vrasselt

Vrasselt : Schon wieder Feuer durch Flämmarbeiten

Ein Mittfünfziger in Vrasselt hat nichts gelernt. Mit einem Brenner wollte er Unkraut bekämpfen und verursachte einen Brand. Nur durch Glück kam es am Melchiorweg in Vrasselt nicht zum großen Unglück.

Unfassbarer Leichtsinn in Vrasselt. Und mangelnde Lernfähigkeit noch dazu.

Ein Mittfünfziger hat am Dienstagabend um 18.40 Uhr für eine Beinahe-Katastrophe auf dem Melchiorweg in Vrasselt gesorgt.

 Am vergangenen Donnerstag an der Gerhard-Cremer-Straße. Der Senior versucht verzweifelt, die Hecke zu löschen.
Am vergangenen Donnerstag an der Gerhard-Cremer-Straße. Der Senior versucht verzweifelt, die Hecke zu löschen. Foto: Schulmann

Der Grund: Er wollte mit einem Gasbrenner das Unkraut auf seiner Garageneinfahrt bekämpfen. Das ging gründlich daneben. Durch Funkenflug geriet eine Hecke in Brand.

 Nur durch die schnelle Alarmierung der Feuerwehr und mit Hilfe der Nachbarn wurde das Schlimmste verhindert. Die Hecke ist hinüber und auch ein Holztor. Aber das Haus des Mannes und die Nachbarschaft kamen nicht zu Schaden.

Bei der Feuerwehr sorgte der Leichtsinn des Mannes für Kopfschütteln und Wut. Es ist gerade erst wenige Tage her, dass ein 91-Jähriger durch Abflämmarbeiten einen riesigen Schaden an der Gerhard-Cremer-Straße verusacht hatte. Auch hier war eine Hecke in Brand geraten. Übrigens ebenso wie in Vrasselt eine Tuja-Hecke.

Sie sieht im Sommer zwar grün aus, doch innen ist sie absolut trocken. Und weil sie auch noch ätherische Öle enthält, brennt sie wie Zunder.

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Ist sie einmal in Flammen geraten, gibt es fast kein Halten mehr.  Wie im Fall des 91-Jährigen. Er flämmte am vergangenen Donnerstag  mit einer Gasflasche mit Brenner Unkraut in seinem Garten ab. Hierbei geriet die auf der Grundstücksgrenze zum Nachbargarten gelegene Thuja-Hecke in Brand. Aufgrund der Trockenheit wirkte die Hecke wie eine Lunte, über die das Feuer weiter in Richtung Wohnhaus verlief. Schließlich griff der Brand auf den Wintergarten des Nachbarhauses über und die Flammen verbreiteten sich schnell bis auf den Dachstuhl.

Der Brand konnte durch die Feuerwehr zwar gelöscht werden. Das Wohnhaus ist aufgrund des erheblichen Sachschadens aber unbewohnbar. 

Das wäre auch wohl in Vrasselt passiert, wenn die Nachbarn nicht sofort beim Löschen geholfen hätten, so die Feuerwehr.

Verstehen kann das Verhalten des Mannes bei der Wehr jedenfalls niemand. „Da ist der Brand in Emmerich nicht mal eine Woche her und da flämmt jemand schon wieder das Unkraut. Unfassbar“, sagt ein Feuerwehrmann, der namentlich nicht genannt werden möchte.