Emmerich: Ab 2017 Zugverbindung nach Arnheim

Emmerich: Ab 2017 Zugverbindung nach Arnheim

Gestern unterzeichneten die Verantwortlichen in Emmerich den entsprechenden Vertrag für die Linie.

Ab dem Jahre 2017 wird es wieder eine grenzüberschreitende Zugverbindung zwischen Arnheim und Emmerich geben. Gestern unterschrieben die Verantwortlichen vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Abellio Rail NRW GmbH im PAN den Verkehrsvertrag für das sogenannte Niederrhein-Netz, der eine grenzüberschreitende Anbindung von Düsseldorf über Emmerich nach Arnheim realisiert. Der unterzeichnete Vertrag hat eine Laufzeit von zwölf Jahren bis 2028.

"Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde der ICE-Haltepunkt in Emmerich aufgehoben, was wir bis heute sehr bedauern", sagte Bürgermeister Johannes Diks, der die über 100 niederländischen und deutschen Gäste aus Politik und Wirtschaft im PAN begrüßte.

Die Betriebsaufnahme der Regionalbahn RB 35 für den Abschnitt Düsseldorf — Emmerich ist für Dezember 2016 geplant. Die Verlängerung von Emmerich nach Arnheim und die Inbetriebnahme der neuen Station in Emmerich-Elten wird im Jahr danach erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt werden auch alle Halte zwischen Wesel und Emmerich wieder im Stundentakt bedient.

Martin Husmann, VRR-Vorstandssprecher, lobte die "sehr positive und vertrauensvolle Zusammenarbeit." Die Abellio habe das europaweit ausgeschriebene Wettbewerbsverfahren für sich entschieden.

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"Damit hat sich ein Unternehmen durchgesetzt, das im Verfahren das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat und sich in den VRR-Qualitätsstatistiken der vergangenen Jahre als eines der besten etabliert hat. Pünktlichkeit und guter Komfort sind für uns als Aufgabenträger wesentliche Kriterien", so Husmann.

Man habe die Vergabemitteilung am 22. März bekommen. "Und heute erfolgt bereits die Unterschrift, das spricht für die Professionalität aller Beteiligten", sagte Bernhard M. Kemper, Geschäftsführer der Abellio GmbH.

30 Kilometer lang ist die Verbindung zwischen Arnheim und Emmerich. "30 Kilometer, das scheint sehr wenig", meinte Wilma Mansveld, Staatssekretärin Infrastruktur und Umwelt der Niederlande. "Aber der neue Nahverkehrszug verbindet die über zwei Millionen Einwohner der Provinz Gelderland mit den 17 Millionen Einwohnern Nordrhein Westfalens." Die Fahrtzeit zwischen den beiden Städten verkürze sich enorm: von zwei Stunden (weil man bisher den Umweg über Oberhausen nehmen musste) auf nur eine halbe Stunde.

"Was die Verantwortlichen in zwei Jahren auf den Weg gebracht haben, haben andere in 20 Jahren nicht geschafft", meinte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und schmunzelte, man solle die Vertragspartner dieser Region vielleicht mit der Betuwe betrauen.

(RP)
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