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900 Jahre St. Quirinus Millingen wird gefeiert

Fest trotz Corona : 900 Jahre St. Quirinus

Gefeiert wird in diesem Jahr am 25. und 26. Juli mit einem 100-minütigen Heimatfilm, Festschrift, Open-Air-Kino, Logo und eigenem Bier. Anmeldungen fürs Fest werden ab sofort entgegen genommen.

2020 hätte das Jubiläumsjahr schlechthin werden sollen. Doch Corona machte den Millingern bislang einen Strich durch die Rechnung. Am übernächsten Wochenende, 25. und 26. Juli, soll es nun aber doch noch festlich werden: Dann feiern der Heimatfilm „Millingen, von der Eiszeit bis zur Gegenwart“ und die Festschrift „900 Jahre Millingen“ Premiere im Rahmen eines Open-Air-Kinos auf dem Schulhof der St. Quirinus Grundschule. Zum Jubiläum wartet Millingen auch mit eigenem Bier, eigenem Kaffee, eigenem Brot und einem neuen Logo auf.

Der Xantener Filmemacher Wolfgang Wilhelmi dürfte Millingen inzwischen besser kennen als mancher der knapp 3000 Einwohner des Reeser Ortsteils. Fast 80 Mal war er seit Februar 2019 mit der Kamera zu Besuch, um gesellschaftliche, kirchliche und sportliche Ereignisse zu dokumentieren oder mit Diakon Bernhard Hözel und den Heimatforschern Norbert Behrendt und Adi Kranz auf Spurensuche in der Geschichte des 1120 erstmals urkundlich erwähnten Dorfes zu gehen. Das Ergebnis ist ein 100 Minuten langer, aber nie langweiliger Heimatfilm, in dem sich so gut wie alle Millinger wiederfinden dürften.

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Wolfgang Wilhelmi sieht sich nicht als Auftragsfilmer, sondern bewertet es als Hobby, Dörfer am Niederrhein zu porträtieren. Es seien die Gastfreundschaft und die Freundlichkeit der Millinger gewesen, die ihn angespornt haben, diese außergewöhnliche Dokumentation zu drehen. „Überall wurde ich mit einem Lächeln begrüßt, bei einer Büttensitzung bekam ich sogar einen Orden verliehen“, freut sich der pensionierte Chemotechniker. Ein erster Ausschnitt des Millingen-Films, der eine spektakuläre Übung des Löschzugs Millingen der Freiwilligen Feuerwehr zeigt, ist auf der Internetseite www.wilhelmifilm.de zu sehen. Die DVD wird ab dem 25. Juli zum Preis von 15 Euro verkauft. Bei der Premiere, wenn der Film ab 18 Uhr auf einer LED-Videowand gezeigt wird, ist Wilhelmi anwesend. Interessierte Zuschauer müssen sich wegen Corona-Schutzbestimmungen vorher anmelden.

Zur Filmpremiere stellen der Heimatverein Millingen-Empel und die weiteren Organisatoren des Jubiläums auch die Festschrift „900 Jahre Millingen“ vor. Auf 190 Seiten schildern Duco van Krugten, Norbert Behrendt, Joachim Joosten und Bernhard Hözel die Geschichte Millingens, die vor allem von der Pfarrkirche St. Quirinus geprägt wurde. Auch die vielen Institutionen und Vereine des Ortes stellen sich vor, wobei speziell die drei „Hundertjährigen“ viel Platz finden: das Tambourkorps, der Sportverein Fortuna und der Löschzug Millingen der Freiwillige Feuerwehr. Die Festschrift, gedruckt in einer Auflage von 700 Exemplaren, wird ab dem 25. Juli zum Preis von zwölf Euro angeboten.„Der Film und die Festschrift sind so gut gelungen, dass sie in jeden Millinger Haushalt gehören“, wirbt Stadtarchivarin Tina Oostendorp für die doppelte Dosis Information. Das gilt aber auch für die weiteren Produkte, die Millinger Betriebe zum Jubiläum beisteuern: Die Braumanufaktur hat ein obergäriges Bier in 0,33-Liter-Flaschen abgefüllt und diese mit Sonder-Etiketten versehen. Das „St. Quirinus“-Jubiläumsbier kostet 2,50 Euro zuzüglich Pfand.

Die Kaffeemanufaktur Rheinkult bietet den Jubiläumskaffee, eine Arabica-Mischung, in 250-Gramm-Portionen, gemahlen oder als ganze Bohne. Bier und Kaffee können am Festwochenende auf dem Schulhof gekauft werden. Das Jubiläumsbrot der Bäckerei Tenbült gibt es schon am Samstagmorgen, 25. Juli, in der Bäckerei und an der Brottheke im Edeka-Markt Millingen. Allgegenwärtig wird bald das neue Logo sein, das Julia Struppek für Fahnen, Aufkleber, Pins und vieles mehr entworfen hat. Es vereint das Millinger Meer, die Hetter und die älteste Kirche am Unteren Niederrhein.

Die 16 Quadratmeter große LED-Videowand, die Oliver Schlutz zum Freundschaftspreis für die Filmpremiere zur Verfügung stellt, soll auch für ein Sommerkino-Event genutzt werden. Am Samstag, 25. Juli, läuft ab 22 Uhr eine deutsche Komödie (FSK: ab 6 Jahre), deren Titel aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden darf. Am Sonntag, 26. Juli, dürfen sich Kinder und Eltern auf einen US-amerikanischen Animationsfilm (ohne Altersbeschränkung) freuen. Auch für diese Filmvorführungen sind Anmeldungen verpflichtend.