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20 Menschen wegen Corona in Emmerich in Quarantäne

Emmerich : Corona: 21 Menschen in Quarantäne

Bürgermeister Peter Hinze lobt die Bevölkerung, die sich an die Kontakt-Verbote hält.

Bürgermeister Peter Hinze hat am Donnerstag die Emmericher Bevölkerung gelobt. „Die Leute verhalten sich diszipliniert und befolgen die Anordnungen. Hier und da müssen wir noch nachsteuern. Aber im Großen und Ganzen klappt es sehr gut.“

Das Ordnungsamt der Stadt hat Kontrollen aufgenommen im gesamten Stadtgebiet. Zehn Mitarbeiter sind im Schichtbetrieb unterwegs und kontrollieren Geschäfte und den öffentlichen Raum. Bekanntlich müssen die meisten Geschäfte schließen. Ansammlungen mit mehr als zwei Personen sind verboten. Etwa im Park oder auch vor Restaurants, in denen bestellen Speisen ausgegeben werden.

Die Verbote würden weitestgehend befolgt, so die Verwaltung am Mittwoch bei einer Pressekonferenz per Videoschaltung. Man habe am Eltenberg zunächst einige Niederländer wegschicken müssen, die von den Verboten noch nichts wussten. Aber ansonsten blieb es weitestgehend ruhig. Die Stadt prüft derzeit, ob sie zwei Bußgelder verhängt.

 Eine wichtige Zahl für Emmerich, die am Mittwoch von der Verwaltung genannt wurde: 21 Menschen befinden sich in Emmerich in Quarantäne, vier von ihnen sind infiziert. Die Stadt bekommt vom Gesundheitsamt des Kreises Kleve tägliche Informationen.

Eine Mitarbeiterin des Emmericher Rathauses ist ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Sie wohnt in Rees. Sie sei auf dem Wege der Besserung, so Bürgermeister Peter Hinze. 

 Ihm bereitet eine andere Zahl derzeit ebenfalls Sorgen. 180 Unternehmen in Emmerich seien von Schließungen bedroht. Seine Hoffnung ruhen auf den Förderungen von Bund und Land. „Ich gehe davon aus, dass die Hilfen schnell umgesetzt werden.“

Gewerbesteuern könnten ausgesetzt werden, so Hinze. Das könne die Stadt machen, um Selbstständigen zu helfen.

Auch im Sozialbereich des Rathauses habe die Zahl der Menschen zugenommen, die von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen seien. Die Wirtschaftsförderung habe alle Informationen für Hilfe gebündelt und könne sie den Unternehmen und Selbstständigen geben.

Die Kinderbetreuung in Kitas und Schulen werde weniger nachgefragt als gedacht. Die Zahlen seien nicht gravierend hoch.

(hg)