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14 Wagen begeistern beim Rosenmontagszug in Haffen und Mehr

14 Wagen begeistern beim Umzug : Extraschicht für die  Wagenbauer in Haffen und Mehr

Mit zwei Stunden Verspätung, aber dafür rekordverdächtigen 14 Wagen ging der Rosenmontagszug an den Start. Die Wartezeit verkürzte eine Band am Markt.

Der Rosenmontag begann für die Organisatoren diesmal besonders früh. Bereits morgens um 8 Uhr gab es eine Art Wetter-Krisenkonferenz im Rathaus. Am Ende teilte Ordnungsamtsleiter Frank Postulart mit: „Die Züge können stattfinden, werden aber zwei Stunden später starten.“ So wollte man den großen Windböen aus dem Wege gehen, die für den Morgen angesagt waren. Die Nachricht verbreitete sich über RP-Online und die sozialen Medien schnell und so konnten sich die Narren noch einmal im Bett rumdrehen, bevor sie nach Haffen oder Mehr zogen.

Für manche Wagenbauer stand dagegen noch eine Extraschicht an. Denn die Zugleitung kontrollierte noch einmal alle Wagen ganz
genau. Beim Zug in Haffen-Mehr eine aufwändige Angelegenheit, schließlich zogen diesmal 14 Wagen mit. Für zwei so kleine Orte eine gigantische Zahl. Lose Aufbauten mussten die Narren entfernen, manche Verkleidung wurde mit Spanngurten gesichert. Die Weltkugel der Jungschützen durfte aber bleiben, die über ihrem Raketenwagen thronte. „Wir hatten bereits vorher im Sicherheitskonzept festgeschrieben, dass lose Teile entfernt werden. Die Gruppen haben da auch voll mitgezogen, allen war vor allem wichtig, dass der Zug stattfindet“, sagte Andreas Bayer von der Zugleitung.

Der guten Stimmung tat es keinen Abbruch, dass die Wagen erst kurz vor zwei Uhr an der Ortsgrenze auftauchten. Denn die Wartezeit hatte diesmal die Band Dormaka aus Emmerich verkürzt. Eine Premiere, die bei den Jecken gut ankam. Ebenso wie die fantasiereichen Wagen, an denen in den Orten monatelang gearbeitet worden war. Der Mehrer Thron etwa hatte ein Trojanisches Pferd mitgebracht und die Karnevalsfreunde Mehr nahmen den Klimawandel in den Blick. Ein Stück des Hambacher Forstes ist auf jeden Fall vor dem Bagger sicher, er fuhr nämlich auf dem Wagen der Bürgerschützen mit. Und eine Frage beschäftigt natürlich beide Orte: Wo ist eigentlich der Wolf, der am Deich gesichtet wurde. „War der Wolf beim Bauer? Oder der Bauer blauer“, fragten HTs-Jungs auf ihrem Wagen.

Nach der obligatorischen Pause in Mehr mit Party auf der Straße zog der Tross nach Haffen weiter zur traditionellen Schlüsselübergabe.

Das Fazit für den verspäteten Zug fiel aus Veranstaltersicht positiv aus. „Die Entscheidung war genau richtig, denn zur eigentlichen Startzeit um 11.11Uhr hat es aus Eimern geschüttet“, so Andreas Bayer, der aber betonte, dass das Verschieben eine einmalige Sache gewesen sei. „Unser Startbeginn zu Karneval ist nun mal 11.11 Uhr“, betonte er.