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1000-Euro-Spende für die Pfarr-Caritas in Rees

Spende aus Verkaufs-Aktion : Unterstützung für die Reeser Pfarr-Caritas

Wegen Corona konnte es keine Haussammlung der Caritas geben. Das Geld aus den Spenden wird aber dennoch benötigt. Renate Nann-Belting konnte mit einer guten Idee helfen.

Es war eine feste Tradition, dass ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in Rees und den Ortsteilen zweimal pro Jahr von Tür zu Tür gingen und Spenden für die Pfarr-Caritas sammelten. 8000 bis 9000 Euro pro Jahr kamen so allein im Ortsverband Rees zusammen. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind diese Haussammlungen nicht mehr möglich. Spenden werden aber dennoch gebraucht, weil die finanzielle Not in vielen Familien durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit eher gewachsen als gesunken ist.

Umso mehr freute sich jetzt die Pfarr-Caritas Rees über eine Spende der Firma Optik und Akustik Belting. „Da Optiker als systemrelevant gelten, durften wir unser Geschäft weiterhin öffnen“, sagt Renate Nann-Belting. Im März und April gab es eine Aktion, bei der Renate und Stefan Belting jedem Brillenkäufer einen Rabatt gewährten und zugleich zehn Euro pro Brille an die Caritas spendeten. „Am Ende haben wir noch großzügig aufgerundet, damit ein runder Betrag von 1000 Euro zusammenkam“, sagt Nann-Belting.

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Barbara Bohnen, Pastoralreferentin der Pfarrgemeinde St. Irmgardis und zuständig für die Caritas, Gabi Arns von der Sozialberatung der Caritas Kleve und Maria Saalmann, Herz und gute Seele der Caritas-Ortsgruppe Rees, nahmen den symbolischen Scheck entgegen.

Die Reeser Pfarr-Caritas unterstützt – in Zusammenarbeit mit vielen ehren-, und hauptamtlichen Mitarbeitern – Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und in allen Altersgruppen. Von der Hilfe für Kinder, Jugendliche und Menschen in finanziellen Notlagen, dem Caritas-Shop in der Fallstraße bis hin zur Betreuung von Senioren, leisten sie in Rees einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Pfarr-Caritas verschenkt nicht nur Geld, sondern gewährt auch kleinere Darlehen, die in besseren Zeiten zurückgezahlt werden. „So können wir jährlich insgesamt mit bis zu 20.000 Euro weiterhelfen“, sagt Sozialberaterin Gabi Arns. Ein aktuelles Beispiel sei eine Familie, der wegen ihrer Schulden der Internetanschluss gesperrt werden sollte. „Dadurch wäre auch das Homeschooling der Kinder nicht möglich gewesen, weshalb wir sofort geholfen haben“, erklärt Arns. Die Sozialberaterin sieht in der Corona-Krise auch eine gewisse „Chance“, dass die Spendenakquise der Caritas unabhängiger wird von den Tür-zu-Tür-Sammlungen. Zum einen seien viele Menschen skeptischer geworden, wenn an ihrer Haustür um Spenden gebeten wird, zum anderen sinke bei der Caritas die Zahl der Spendensammler, während das Durchschnittsalter steigt. „In Rees sammeln noch zwölf Männer und Frauen, alle sind über 70 Jahre alt“, sagt Maria Saalmann.

Im Corona-Jahr 2020 hatten Spender erstmals die Möglichkeit, Geld zu überweisen oder im Pfarrbüro abzugeben. „In Rees wurde das Angebot gut genutzt“, weiß Barbara Bohnen, „aber in manchen Ortsteilen gingen die Spenden gegen null.“ Je kleiner der Ortsteil, desto bekannter seien die Caritas-Leute. „Denen würde niemand die Tür vor der Nase zuschlagen, und ihnen gibt man dann auch etwas mehr Geld“, sagt Barbara Bohnen. Sie lobt die lokalen Geschäftsleute und Vereine wie den Verkehrs- und Verschönerungsverein, die den Caritas-Ortsgruppen in der Corona-Zeit mit Spenden geholfen haben.

Auch die Stadt Rees unterstützt die Caritas-Ortsgruppen und andere wohltätige Verbände und Vereine jedes Jahr mit einer Finanzspritze.