Emmerich 10 000 Haushalte ohne Strom

Emmerich · Auch wenn das Unwetter in Emmerich und Rees glimpflich ablief: In Hüthum und Elten mussten einige Anwohner Kerzen herausholen, um etwas zu sehen. Auch in Haldern und Millingen blieb der "Saft" weg.

 So sah es Dienstagabend um 22.35 Uhr über Haldern aus: Mächtige Blitze erhellen den Ortskern. Foto: Tobias Herbst

So sah es Dienstagabend um 22.35 Uhr über Haldern aus: Mächtige Blitze erhellen den Ortskern. Foto: Tobias Herbst

Foto: Herbst

emmerich/rees Von 22 bis fünf Uhr am Mittwochmorgen waren die Emmericher Stadtwerke im Dauereinsatz: Die vielen starken Blitze, die in Leitungen und Trafostationen eingeschlagen waren, hielten mehrere Teams des Energieversorgers in Atem. "Die Überspannungsschalter an den Leitungen hielten der enormen Menge an Energie einfach nicht stand", erklärte Harald Koster von den Stadtwerken gegenüber der RP.

Folge: Der Strom in Elten und Hüthum fiel immer wieder aus. Geschätzte 5000 Haushalte sollen davon in den "Nordstaaten" betroffen gewesen sein. Auch gestern noch waren die Stadtwerke mit Reparaturarbeiten beschäftigt. "Der Schaden ist allerdings nicht übermäßig groß", so Koster weiter.

Blitzeinschlag in Elten

Gegen 0.53 rückten dann die Löschzüge Hüthum und Elten zur Zevenaarer aus. Der Blitz hatte in die Station in Elten-Grondstein eingeschlagen. Ein so genannter Lichtbogen, einem Feuer optisch sehr ähnlich, war die Folge. Groß einzugreifen brauchte die Feuerwehr aber nicht.

Stichwort "Feuerwehr": Sie hielt sich angesichts des angekündigten Unwetters ebenso in Bereitschaft. Die Kreisleitstelle in Kleve war extra verstärkt worden, um schnell reagieren zu können, wenn die Gewitterfront kommt. Aber auch hier blieb es relativ ruhig, während es draußen richtig heftig krachte. In Haldern etwa erlebten die Bürger Blitze von solcher Heftigkeit, dass es ein Wunder war, dass nicht mehr passierte. Tobias Herbst hielt einen besonders spektakulären Blitz mit seiner Kamera fest. Der muss irgendwo bei Heeren-Herken eingeschlagen sein. Glücklicherweise ohne offenbar Schaden anzurichten.

Tobias Herbst hatte bei einer Feier auch mit Kameraden der Feuerwehr zusammen gesessen und beobachtet, wie sich plötzlich eine dunkle Wolkenfront zusammenzog. Dann brach das Unwetter los. "Das war unglaublich. Es hat hier gekracht ohne Ende. Das war mit Sicherheit das längste Gewitter, das ich hier in Haldern erlebt habe", sagt Tobias Herbst. Die Feuerwehrleute rechneten damit, jeden Moment zu einem Einsatz gerufen zu werden.

Doch auch in Haldern blieb es relativ ruhig. Allerdings fiel auch im Dorf mehrfach der Strom aus. Ebenso war es in Millingen, wo kurzzeitig der Saft wegblieb.

(RP/jul)
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