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Duisburg: Zukunft der Stadt Duisburg mitgestalten

Duisburg : Zukunft der Stadt Duisburg mitgestalten

Zum Auftakt des neuen Veranstaltungsformat der Bürgerstiftung "Typisch Duisburg" kamen rund 150 Interessierte ins Lehmbruck Museum.

Was ist eigentlich typisch Duisburg? Diese Frage wurde am Sonntag im Rahmen der Auftaktveranstaltung eines neuen Veranstaltungsformates der Bürgerstiftung gestellt. Gut 150 interessierte Gäste kamen zur Diskussionsrunde "Auf dem Weg zur nachhaltigen Stadtentwicklung" ins Lehmbruck Museum, um mit Oberbürgermeister Sören Link, den Vertretern der Bürgerstiftung und anderen engagierten Duisburgern über die Zukunft der Stadt zu diskutieren.

"Ich freue mich wirklich sehr, dass so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind und somit Interesse an unserer Stadt zeigen", begrüßte Petra Weiß als Vertreterin der Bürgerstiftung das Publikum. "Wir sind nicht so vermessen zu glauben, dass wir am Ende des heutigen Tages wissen, was typisch Duisburg ist. Wir wollen mit diesem Format aber allen Interessierten die Möglichkeit geben, mit Diskussionsbeiträgen, die Zukunft der Stadt nachhaltig mitzugestalten."

Als erster Redner trat Museumsdirektor Raimund Stecker an das Mikrofon. Der Kulturschaffende betonte, dass gerade die starke Potenz der Duisburger Hochkultur typisch für die Stadt sei. Die Kultur würde ein positives Bild von Duisburg in Deutschland verbreiten. Das sei sehr wichtig, so Stecker weiter, weil in der letzten Zeit eher negative Schlagzeilen das Außenbild von Duisburg bestimmt hätten.

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Nach dem Museumsdirektor wurde Oberbürgermeister Sören Link auf das Podium gebeten. "Ich habe den Eindruck, dass im Moment einiges schief läuft", antwortete der Verwaltungschef auf Nachfrage.

"Die Aufgabe, die vor uns liegt, ist es, diese Probleme jetzt anzugehen und sie Stück für Stück zu beheben." Die wesentlichen Schwierigkeiten der Stadt machte er an drei Punkten fest. Zum einen gäbe es Probleme im Bildungsbereich. Duisburg gebe vor allem bei den Schulabschlüssen eine schlechte Figur ab. Der zweite Punkt auf seiner Agenda war das sensible Thema Arbeit. Die Arbeitslosenquote sei desaströs. Da müsse man unbedingt gegensteuern. Sein letzter Ansatzpunkt war die demografische Entwicklung. Nicht nur, dass immer mehr Bürger die Stadt verlassen würden, sei das Problem, sondern auch, dass die die kommen, selten Geld mitbringen. "Wir müssen unserer Stadt attraktiver machen", forderte er.

(RP/rl)