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Duisburg: Zu viele Ladenlokale sind leer

Duisburg : Zu viele Ladenlokale sind leer

Eine Leerstandsquote von 20 Prozent der Ladenlokale ist ein Alarmsignal: Im Handel gelten fünf Prozent als guter Wert. Trotzdem sieht der Einzelhandelsverband Perspektiven für die Stadt. Wie sieht es in den Bezirken aus?

Der Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl bildet das Schlusslicht: 98 leerstehende Ladenlokale bedeuten eine Leerstandsquote von rund 29 Prozent. Das bedeutet: Fast jedes dritte Geschäft wurde aufgegeben. Dabei gibt es mit Ruhrort einen eindeutigen Schwerpunkt. Fachgeschäfte des Einzelhandels sind hier kaum noch anzutreffen.

Nicht viel besser mit 26 Prozent Leerstand ist die Quote im Bezirk Meiderich/Beeck. Hier stehen 123 Lokale leer, eindeutiger Schwerpunkt dabei ist Laar.

Der Durchschnitt in Duisburg liegt wie berichtet bei 20 Prozent: In jedem fünften Geschäft stadtweit wird derzeit nichts verkauft. Im Duisburger Schnitt liegen Hamborn (129 Leerstände, 20 Prozent), Rheinhausen (92 Leerstände, 19 Prozent) und die Stadtmitte inklusive Hochfeld (259 Leerstände, 20 Prozent). Die Bezirke Walsum (21, neun Prozent und Süden (37, elf Prozent) weisen dagegen ein etwas besseres Ergebnis auf.

"Fünf Prozent Leerstandsquote sind ein guter Wert, zehn Prozent gehen auch noch halbwegs", sagt Wilhelm Bommann, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes. Wesel mit fünf Prozent oder Moers (im einstelligen Prozentbereich) stehen besser da als Duisburg, in Oberhausen gibt es ähnliche Probleme.

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Für die Duisburger Innenstadt sieht der Einzelhandelsverband durchaus Perspektiven. "Der Umzug des Knüllermarktes könnte positive Signale geben. Ich könnte mir vorstellen, dass sich links und rechts davon auf der Münzstraße auch etwas tut", so Bommann. Der Masterplan für die Innenstadt hatte in diesem Bereich eine gemischte Nutzung — mit Einzelhandel nur in den Untergeschossen der Gebäude — vorgesehen.

Dies ist aus Sicht des Verbandes nach wie vor der richtige Weg. Zudem gebe es noch große spanische Immobilienfonds und den Duisburger Projektentwickler Manfred Stüdemann, die sich durchaus eine Entwicklung in diesem Bereich wünschten. Für den Übergang seien auch "transitorische" Lösungen denkbar — ein Euro-Läden, Gastronomie, Ausstellungen. Wenn das Stadtfenster erst einmal fertig ist, werde die Münzstraße attraktiver und wieder gefragter. Bei Händlern und Kunden.

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(RP)