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Duisburg: Zu Besuch beim neuen Bezirksbeamten

Duisburg : Zu Besuch beim neuen Bezirksbeamten

Volker Bartels ist der neue Bezirksbeamte von Rumeln-Kaldenhausen. Er arbeitet in der neuen Wache an der Düsseldorfer Straße.

Seit 28 Jahren lebt Volker Bartels bereits in Rumeln, aber es gibt immer noch Ecken, die er noch nicht kennt. Das versucht er gerade zu ändern. Zu Fuß oder mit seinem Fahrrad durchkämmt er den Ortsteil und macht sich mit jedem Winkel vertraut. Und natürlich mit den Menschen. "Ich bin Bezirksbeamter, sagt er. "Da reden wir nicht über große Kriminalität, sondern über den Dienst an den Bürgern. Und die sind froh, hier einen direkten Ansprechpartner zu haben. Das sagen mir die Leute immer wieder, wenn sie mich ansprechen."

Seit Mitte Februar ist Bartels Rumelns neuer Bezirksbeamter. Er ist der Nachfolger von Erwin Modler, der sich Ende 2013 in den Ruhestand verabschiedete. Aber nicht nur die Personalie ist neu, auch der Standort der Wache wurde verlegt: von der ehemaligen Kirchfeldschule, die mittlerweile komplett abgerissen ist, zur Ladenzeile an der Düsseldorfer Straße 4. Hier hat der 57-Jährige ein schickes, helles und modern ausgestattetes Büro, das neben einem Schreibtisch auch eine kleine Küchenzeile mit Kaffeemaschine und ein WC beherbergt. In der Ecke steht ein Kühlschrank, den Bartels sich selbst gekauft hat.

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Wenn der Bezirksbeamte an seinem Schreibtisch sitzt und Papierkram erledigt, steht seine Tür immer offen, und jeder, der vorbeikommt, grüßt freundlich. In der Regel hält sich Bartels aber verhältnismäßig selten in der Wache auf. "Im Schnitt bin ich zwei Stunden am Tag hier und sechs Stunden draußen unterwegs", sagt er. Und das sieht man ihm auch an: Er ist braun gebrannt und durchtrainiert - was aber nicht nur davon kommt, dass sein Dienstfahrzeug ein Fahrrad ist. Der 57-Jährige war schon immer sportlich. Auch heute noch spielt er Fußball, Tischtennis, Tennis, reitet, läuft Marathon und geht ins Fitnessstudio. "Drei- bis viermal in der Woche mache ich Sport", sagt er.

Bartels hat als Bezirksbeamter hauptsächlich die Aufgabe, vor Ort Präsenz zu zeigen und Ansprechpartner zu sein. Leute kommen zu ihm, wenn es mit dem Nachbarn Streitigkeiten gibt oder wenn eine Ausfahrt mal wieder zugeparkt wurde. Auch Diebstähle und Sachbeschädigung fallen in seinen Aufgabenbereich. "Ansonsten, sagt Bartels, "ist Rumeln ein sehr ruhiger Ortsteil." Er hat sich einige Orte ausgeguckt, an denen sich Jugendliche gerne treffen. "Da will ich künftig dafür sorgen, dass sie ihren Müll auch wieder mitnehmen", sagt er. Und um die Raserszene am Albert-Einstein-Gymnasium will er sich im Sommer kümmern.

In Kindergärten und Schulen ist Bartels zudem für die Verkehrserziehungs zuständig. So zeigt er etwa den i-Dötzchen, wie sie gefahrlos die Fahrbahn überqueren. Und die Schüler der vierten Klassen, die zum Abschluss eine Fahrradprüfung machen, bereitet er im Straßenverkehr auf diese Prüfung vor.

(RP)